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Mainz holt Jeffrey

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Der Bundesliga-Aufsteiger nimmt die Vorbereitung zur Rückrunde auf und verpflichtet den US-Juniorennationalspieler Jared Jeffrey. Interesse besteht im Club auch an Haruna Babangida. Von Andreas Hunzinger

Von Andreas Hunzinger

Der erste Neue ist schon da. Als der FSV Mainz 05 am Montagvormittag die Vorbereitung zur zweiten Saisonhälfte in der Fußball-Bundesliga aufnahm, tummelte sich Jared Jeffrey bereits unter seinen neuen Teamkollegen. Der ist 19 Jahre jung und kommt vom belgischen Erstligisten FC Brügge. Der defensive Mittelfeldmann, geboren in Dallas und U-20-Nationalspieler der USA, wird in den nächsten Tagen einen "langfristigen Vertrag" (Teammanager Axel Schuster) unterschreiben. Mindestens bis 2012, eventuell bis 2013 wollen die Mainzer das Talent binden.

"Jared ist ein sehr athletischer Spieler, der sehr gut ausgebildet ist und ein gutes Spielverständnis besitzt", sagt der Mainzer Coach Thomas Tuchel über den Neuen, der auf Empfehlung des Spielerberaters Steve Kelly kommt, der den Mainzern vor dreieinhalb Jahren bereits den 2008 mit erheblichem Gewinn nach Dortmund verkauften Verteidiger Neven Subotic vermittelte. Jeffrey wird als so genannter Perspektivspieler verpflichtet, hat es aber "selbst in der Hand", ob er in der Rückrunde schon zu Einsätzen kommt, so Tuchel. Der US-Amerikaner wird auf jeden Fall mit ins Trainingslager fahren, dass die Mainzer von Neujahr an bis zum 8. Januar an der Costa Ballena in Südspanien beziehen.

Dorthin werden neben dem verletzten Marco Rose, bei dem in der Pause eine Blockade im linken Knie operativ gelöst wurde, auch die Spieler mitfahren, deren Perspektiven nicht mehr so gut sind. Wie Daniel Gunkel (vier Einsätze in der Vorrunde), Dragan Bogavac (einer) und Srdjan Baljak (vier). An Gunkel soll Zweitligist TuS Koblenz Interesse haben, Baljak beim MSV Duisburg auf der Wunschliste stehen.

Die Mainzer könnten sich dagegen vorstellen, Haruna Babangida zu verpflichten. Der 27 Jahre alte Nigerianer derzeit beim russischen Zweitligisten Kuban Krasnodar unter Vertrag. Babangida trainierte bereits vor einigen Wochen zur Probe in Mainz und hat auf Tuchel einen positiven Eindruck hinterlassen. Deswegen würden die Mainzer den 1, 66 Meter großen Flügelstürmer gerne mit ins Trainingslager nehmen, "weil ich gerne noch mal eine Woche sehen und kennenlernen würde", sagt Tuchel. Ob Babangida aber mitfährt, ist offen.

Bancé nicht zum Afrika-Cup?

Gleiches gilt für Aristide Bancé. Der lange Stürmer soll eigentlich mit Burkina Faso vom 10. bis zum 31. Januar am Afrika-Cup in Angola teilnehmen, auf den sich das burkinische Nationalteam derzeit in Portugal vorbereitet. Bancé reiste aber nicht ins Trainingslager, weil er sich angeblich mit Nationalcoach Paulo Duarte überworfen hat. Am Mittwoch war zu vernehmen, dass Bancé angeblich nicht am Afrika-Cup teilnehmen möchte. "Wir haben noch nicht mit ihm persönlich gesprochen. Das ist eine einsame Entscheidung von Aristide, nicht vonseiten des Vereins", sagt Tuchel, der davon ausgeht, dass Bancé noch bei seiner Familie in Burkina Faso weilt.

Kehrt Bancé früher zurück als erwartet, heißt das wohl, dass die Mainzer von der Verpflichtung eines weiteren Stoßstürmers Abstand nehmen. Zumal sich der Ecuadorianer Felix Borja nach monatelangen Knöchelbeschwerden anschickt, wieder voll eingreifen zu können. "Felix wäre ja wie ein Neuzugang", sagt Tuchel.

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