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Will auch gegen Leverkusen wieder jubeln: Der Mainzer Robin Quaison (r.) mit Adam Szalai.

Mainz 05

Frust tolerieren, Mut zeigen

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Mainz stellt sich gegen Leverkusen auf wenig Ballbesitz ein, sieht aber die Chance auf den Sieg.

Die Ergebnisse von Mainz 05 sind in dieser Bundesligarunde allemal beachtlich. Da gab es schon eine 1:6-Watschn beim FC Bayern, auch die noch schlimmerer Tracht Prügel beim 0:8 in Leipzig, dafür im Gegenzug eine 5:1-Gala in Hoffenheim, und zuletzt folgte gar auf die 0:4-Vorführung daheim gegen Dortmund am Dienstagabend ein 5:0-Festkick in Bremen. Sapperlot, nichts für schwache Nerven.

Wie er sich das denn alles erklären könne, wurde FSV-Trainer Achim Beierlorzer, erst seit einem Monat für die Mainzer Achterbahnliebhaber verantwortlich, gefragt. Und ob es dafür vielleicht gar eine mathematische Herleitung gäbe. Der studierte Sport- und Mathelehrer antwortete: „Man kann ja viel mathematisch berechnen, aber beim Fußball kommen wir da an Grenzen.“ Und weiter: „So ein großes Auf und Ab haben wir aber doch gar nicht.“ Wie? Kein Auf und Ab? Beierlorzer: „Es kommt ja auch immer auf die Gegner an. Dortmund zum Beispiel ist offensiv eine der stärksten Mannschaften der Bundesliga. Das muss man auch mit einrechnen“. Immerhin ein bisschen Mathe also.

Natürlich bewertete der Trainer vor dem das Jahr abschließenden Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen nur jene Ergebnisse während der eigenen Dienstzeit. Und da, so der Nachfolger von Sandro Schwarz, „sind wir absolut in der Spur“. Die Mainzer haben insgesamt 18 Punkte gesammelt, davon die Hälfte aus nur fünf Partien unter Beierlorzer, und sind damit Vierzehnter. Gerade der furiose Erfolg in Bremen gibt den Rheinhessen Hoffnung auch gegen die Rheinländer etwas holen zu können. „Für den Showdown wollen wir alle Körner sammeln und alles reinlegen, um einen guten Jahresabschluss zu finden“, sagt Beierlorzer, der Leverkusen am Mittwoch bei deren 0:1-Niederlagen gegen die Berliner Hertha im Stadion beobachtet hat. Und als Quintessenz mitnahm: „Sie haben eine hohe individuelle Qualität.“ Darüber hinaus sei Bayer stets darum bemüht, viel eigenen Ballbesitz zu haben, „das zeichnet sie aus und deshalb müssen wir auch Frustrationstoleranz zeigen“. Heißt: Hauptsächlich und gut verteidigen.

„Wir müssen aus einer stabilen Defensive heraus agieren, damit wir Leverkusen das Umschaltspiel nicht ermöglichen.“ Zudem soll es auch selbst nach Ballgewinnen rasch nach vorne gehen. Der genesene Stürmer Karim Onisiwo ist dafür wieder eine Option im Kader, Dong-won Ji, der in dieser Woche erstmals nach einem Knorpelschaden im Knie trainierte, dagegen nicht.

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