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Latzas Dreierpack ernüchtert den HSV

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Umjubelt:  Dreifach-Torschütze Danny Latza feiert den Sieg mit den Fans.
Umjubelt: Dreifach-Torschütze Danny Latza feiert den Sieg mit den Fans. © dpa

Was für ein Comeback: Eine Adduktorenverletzung kostete Danny Latza ein halbes Jahr seiner Profi-Karriere. Gegen den HSV durfte er erst zum zweiten Mal wieder von Anfang an ran - und bedankt sich mit drei Toren.

Dreifach-Torschütze und Matchwinner Danny Latza ließ sich von den Fans feiern, beim HSV machte sich indes wieder Nachdenklichkeit breit. Am Ende einer höchst turbulenten Woche mit Entmachtungen, Querelen und Wechseln in der Führungsetage musste der Hamburger SV auch noch eine 1:3 (1:1)-Niederlage beim FSV Mainz 05 hinnehmen.

"Jeder Ball, den Latza mit einem Kontakt gespielt hat, war im Tor", sagte ein frustrierter Markus Gisdol angesichts der drei sehenswerten Tore von Latza (35./56./67. Minute). Ein Treffer von Bobby Wood (21.) war zu wenig für die Hamburger, die zuvor vier Spiele infolge ungeschlagen waren.

"Ein unbeschreibliches Gefühl"

Im Mittelpunkt der nach dem Schlusspfiff ausufernden Mainzer Freudenfeiern stand natürlich Danny Latza - der Mittelfeldspieler, der erst 33 Bundesliga-Partien gar nicht traf und dann gleich dreimal. «Vier Schüsse, drei Tore. Da können wir uns auch mit ihm freuen», sagte Mainz-Trainer Martin Schmidt.

Siegesheld Latza trug nach einer Leidenszeit von über sechs Monaten den Ball durch die Katakomben des Stadions und freute sich über seine besondere Premiere. «Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich stand dreimal richtig und habe dreimal abgezogen - dann habe ich eben die Tore erzielt», kommentierte der 27-Jährige nüchtern.

Der Torreigen begann in der ersten Hälfte: Einen Fehler des Hamburger Verteidigers Santos bestrafte Latza mit einem Flachschuss in die lange Ecke zum 1:1-Ausgleich. Seinen folgenden Jubellauf beendete der Langzeitverletzte erst bei Teamkollege Fabian Frei, an dessen Stelle er in Schmidts Team einen Platz eingenommen hatte.

Nach dem Seitenwechsel gehörte die Bühne endgültig Latza: Der 27-Jährige schoss aus 17 Metern wuchtig an den Innenpfosten und von dort aus ins Netz - 2:1. Nur zehn Minuten später nahm Latza erneut Maß und sorgte mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel für die endgültige Entscheidung. (dpa/sid/FR)

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