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Der Innenverteidiger war lange Zeit verletzt.
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Der Innenverteidiger war lange Zeit verletzt.

Bo Svensson

Fußball ist schön, Gesundheit ist schöner

Bo Svensson gehört zu den Fußballprofis, deren Weltbild nicht an den Feldmarkierungen endet. Der lange verletzte Mainzer Innenverteidiger rechnet sein Glück nicht an Spielminuten ab. Von Andreas Hunzinger

Von ANDREAS HUNZINGER

Bo Svensson gehört zu den Fußballprofis, deren Weltbild nicht an den Markierungen des Fußballfeldes aufhört. Der blonde Däne ist ein reflektierter und gebildeter Zeitgenosse und hat einst gar ein Literaturstudium begonnen, ehe er Profi wurde. Deshalb passt es zu dem Innenverteidiger des FSV Mainz 05, dass er über sein Comeback auf dem Platz zwar als glücklich ist, es aber dennoch relativiert "Natürlich ist es schön, wieder zu spielen", sagt der 1,90 Meter lange Stopper, "aber es geht nicht nur darum. Meine Gesundheit war lange in Gefahr."

Eineinhalb Jahre hat sich der 29 Jahre alte Profi gequält. Und er hat darum gebangt, seine Karriere fortsetzen zu können. Seit seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach an den Bruchweg im Sommer 2007 plagten Svensson heftige Probleme an der rechten Achillessehne. Im Frühjahr 2008 wurde schließlich ein Längsriss der Sehne diagnostiziert und der in Aalborg geborene Defensivspezialist am 20. Mai 2008 in Basel operiert.

Mit der Operation war die Leidenszeit des Dänen aber noch lange nicht vorbei. Verlief die Heilung zunächst planmäßig, traten irgendwann immer wieder kleinere Probleme auf: mit der Ferse, der Operationsnarbe oder der Wadenmuskulatur. Zwischenzeitlich schien es nicht mehr sicher, ob der dänische Nationalspieler - ein Einsatz 2006 gegen Paraguay - überhaupt noch einmal Fußball spielen würde. "Eine solche Verletzung heilt nur in Etappen", erklärt er. "manchmal stagniert es, dann gibt es wieder Fortschritte." Aber in den Phasen der Stagnation, die bei Svensson bisweilen Wochen andauerten, da habe er doch gezweifelt. Und eine Entscheidung getroffen. "Ich hatte ein Jahr mit Schmerzen gespielt. Das hatte keinen Spaß gemacht. Wenn die Schmerzen geblieben wären, hätte ich aufgehört." Auch, "damit ich in zehn oder 15 Jahren noch mit meinen Kindern spielen kann". Gezweifelt hatten auch die Mainzer Verantwortlichen, weswegen die Suche nach einem weiteren Innenverteidiger intensiviert wurde.

Doch Svenssons Schmerzen vergingen. Im zurückliegenden Januar während des Trainingslagers in Andalusien, erzählt Svensson, "ist mein Optimismus zurückgekommen". Zwar stieg er in dem Wissen in die Wintervorbereitung ein, "dass es meine letzte Chance ist, noch einmal den Anschluss zu schaffen", aber der lädierte Fuß hielt den Belastungen plötzlich wieder stand. Und als er beim Rückrundenauftakt in Kaiserslautern (1:1) erstmals wieder zum Kader und für ein paar Sekunden auch aufs Feld dufte, war er endgültig wieder da. Mittlerweile hat er sechs mal gespielt, die letzten beiden Partien - in der Liga gegen Ahlen und im Pokal gegen Leverkusen - sogar von Anfang an. Für Svensson sind das ",mehr Spiele, als ich gedacht habe". Aber er ist natürlich froh, vor allem darüber, "dass du merkst, dass du mitspielen kannst, ohne dass du das Team schwächer machst".

Aufstieg wichtiger als Einsätze

Besonderen Wert auf seine individuelle Bilanz legt Svensson aber nicht. "Nicht, dass es mir egal wäre, ob ich spiele oder nicht", sagt er. Aber es sei kein Drama, wenn er mal nicht zum Zug käme. Viel wichtiger ist dem langen Skandinavier das gemeinsame Ziel: der Aufstieg in die Erste Fußball-Bundesliga. Aber Bo Svenssons Gesicht verrät. Er ist froh, dass noch ein bisschen weiter Fußball spielen kann. Und nach seiner Vorstellung gegen Leverkusen sind die Chancen gut, dass er am Sonntag beim FC Ingolstadt wieder in der Mainzer Startelf steht.

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