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Tag eins nach Klopp

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Die Mainzer Fans bejubeln zum Trainingsauftakt Coach Andersen.

Von ANDREAS HUNZINGER

Über einen Mangel an Zuneigung konnte sich Jörn Andersen bei seinem Einstand nicht beklagen. Als der neue Coach des Fußball-Zweitligisten Mainz 05 gestern Nachmittag beim Trainingsauftakt den Rasen des Bruchwegstadions betrat, wurde er von den 8000 Fans lautstark bejubelt.

Die herzliche Empfang wird Andersen gut getan haben. Der 45-Jährige hatte bei der Pressekonferenz vor der ersten Übungseinheit zugegeben, "etwas angespannt" zu sein. Schließlich beerbt er keinen Geringeren als die Mainzer Kultfigur Jürgen Klopp. Der Norweger wiederum sieht in seinem Engagement am Bruchweg, das mit zwei klaren Siegen in jeweils halbstündigen Trainingsspielen gegen die Amateurklubs HNK Croatia Mainz (4:0) und 1. FC Schwabsburg (8:0) begann, nicht nur "eine neue Herausforderung", sondern vor allem eine große. Entsprechend habe er sich im Urlaub viele Gedanken über sein neues Team gemacht, so Andersen. Zudem suchte der Skandinavier den Kontakt zu seinem Vorgänger, um sich über den Charakter des Teams zu informieren.

Das will er sportlich nun auf seine Philosophie trimmen. Schnell, nach dem Beispiel "der Russen bei der EM" will Andersen spielen lassen. Priorität genießt aber eindeutig die sportliche Zielsetzung. "Wir wollen aufsteigen", sagt Präsident Harald Strutz, mit allem anderen "würden wir uns in die Tasche lügen".

Dass das Potenzial vorhanden ist, glauben alle. 27 Profis hat Andersen im Kader, bis auf Marco Rose (Innenbandriss) und Bo Svensson (Achillessehnenoperation) sind alle an Bord. Gesucht wird noch ein Innenverteidiger für den nach Dortmund abgewanderten Neven Subotic. Vielleicht brauchen die Mainzer aber auch zwei neue zentrale Verteidiger. Denn noch immer steht nicht hundertprozentig fest, ob Nikolce Noveski bleibt. Der Mazedonier kann für eine Million Euro gehen. "Ich kann es mir aber nicht vorstellen", sagt Manager Christian Heidel. Zumal derzeit kein konkretes Angebot vorliege. Noveski selbst schwieg.

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