Mainz 05

Ein Drei-Millionen-Euro-Spiel für Mainz 05

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Mainz 05 will die Saison nicht austrudeln lassen, auch wenn der Klassenerhalt schon feststeht. Viel Lob gibt es für Ridle Baku.

Der vorzeitig gerettete FSV Mainz 05 kämpft am Samstag bei Bayer Leverkusen noch um ein bis drei Millionen Euro in der Fernsehtabelle. Das rechnete Sportchef Rouven Schröder vor. „Deshalb dürfen wir es nicht austrudeln lassen.“ Ein gewiss gut gemeinter Motivationsversuch.

Tatsächlich können die Rheinhessen, die im Zuge der Corona-Krise zehn Millionen Euro Einsparvolumen darstellen konnten, die zusätzlichen Millionen bestens gebrauchen. Wiewohl der Klassenerhalt die von Finanzchef Jan Lehmann souverän gemanagte Situation zusätzlich stabilisiert.

Verkäufe stehen im komplizierten Marktumfeld dennoch an. Einige Spielerwerte erlitten jedoch einen veritablen Einbruch, für den nicht nur Corona verantwortlich ist: Der Spanier Aaron Martin dürfte bestenfalls die Hälfte jener rund neun Millionen Euro einbringen, der er gekostet hat. Mittelstürmer Jean-Philippe Matetas Marktwert, im vergangenen Sommer noch bei 22 Millionen Euro, ist nach Verletzung und Ringen um die Form ebenfalls arg gesunken. Aber der Franzose war mit acht Millionen Euro Ablöse vor zwei Jahren ein kluges Schnäppchen von Schröder.

Das gilt nicht für den zu Saisonbeginn für 5,5 Millionen Euro vom AS Monaco losgeeisten Ronael Pierre-Gabriel. Dem willigen, technisch limitierten Rechtsverteidiger ist der Rang vom Mainzer Bub Ridle Baku abgelaufen worden. Schon wird der U21-Nationalspieler, Marktwert von null auf zehn Millionen, mit Jogi Löws A-Team in Verbindung gebracht. „Wenn Sie weiter so schreiben, dürfen Sie sich nicht beschweren, dass Ridle der nächste ist, der das Weite sucht“ entgegene Schröder süffisant und stellte klar: „Er wird für uns ein elementar wichtiger Spieler nächste Saison.“ 

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