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05-Präsident Stefan Hofmann. Foto: dpa
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05-Präsident Stefan Hofmann.

FSV Mainz 05

Bunt und grau

Mainz 05 dankt Unterstützern auf Trikots, doch die Unruhe in den Klubgremien hält an. Steht der neue Hoffnungsträger schon gegen Union Berlin in der Startelf?

Bei Mainz 05 haben sie sich etwas Nettes ausgedacht. Der Vorletzte der Fußball-Bundesliga wird am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin in vierfarbigen Fastnachtstrikots auflaufen. Der Clou an der Sache: Hinten auf den Hemden sind die Namen all derjenigen aufgedruckt, die dem Verein in Coronazeiten Gutes getan haben: Dauerkarteninhaber:innen, die auf Rückzahlungen verzichteten, obwohl sie nicht ins Stadion durften oder Sponsoren, die sich großzügig zeigten. Schöne Idee!

Weniger schön waren die Ideen der Wahlkommission zur Aufsichtsratswahl, die eigentlich bei einer Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag stattfinden sollte (die FR berichtete). Die fünf Herren des Gremiums überinterpretierten womöglich ihre Befugnisse einer Vorauswahl, indem sie von 28 Bewerber:innen nur zwölf statt der per Satzung auch erlaubten 16 für die Wahl zuließen und zudem vier amtierende Aufsichtsräte, die bei der wegen der Pandemie ausgefallenen Mitgliederversammlung im Oktober noch zugelassen waren, ganz von der Liste strichen. Es gab heftige Proteste aus der Mitgliederschaft und reichlich schlechte Presse, in der Folge wurde die Mitgliederversammlung auf Ende März/Anfang April verschoben sowie die aktuelle Wahlkommission faktisch entmachtet. Ein Mitglied trat bereits entnervt zurück.

Die Stimmung könnte kaum schlechter sein, zumal führende Köpfe an der umstrittenen Satzung, die der Wahlkommission so viel Macht schenkte, mitgewerkelt haben: Aufsichtsratschef Detlev Höhne und sein Stellvertreter Engelbert Günster, Vorstand Stefan Hofmann und Finanzchef Jan Lehmann.

Für Naserümpfen sorgte auch ein via „Sportbild“ vorgetragener Vorstoß von Lehmann, „Ich denke, dass Geimpfte wieder ins Stadion gelassen werden können, wenn von ihnen nachweislich kein Ansteckungsrisiko ausgeht“, hatte der Finanzmann verkündet. Einige Anhänger finden, Mainz 05 solle erst einmal den eigenen Laden in den Griff bekommen, ehe umstrittene gesellschaftspolitische Ratschläge ins Land ausgesendet werden.

Während Ehrenpräsident Harald Strutz den Klub öffentlich genüsslich in den Senkel stellt und sich der neue Vorstand Christian Heidel auffällig zurückhält (und sich gleichzeitig über den neuerlichen Imageschaden ärgert), sagt Sportdirektor Martin Schmidt tapfer, der Zoff im Verein werde von der Mannschaft weggehalten. Trainer Bo Svensson ließ durchblicken, dass er nicht nur von seinen Spielern, sondern vom ganzen Klub eine Mainz-05-Kultur erwartet. Fußball gespielt wird natürlich auch: Nicht auszuschließen, dass der frisch von Cardiff City ausgeliehene Mittelstürmer Robert Glatzel gegen Union schon zum Kader gehört.

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