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Blamage im hohen Norden

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Robuster Einsatz: Der Lübekcer Nils Lange (links) gegen Florian Heller (31.07.2009).
Robuster Einsatz: Der Lübekcer Nils Lange (links) gegen Florian Heller (31.07.2009). © getty

Der uninspirierte Bundesliga-Aufsteiger Mainz 05 unterliegt trotz früher Führung beim engagierten Regionalligisten VfB Lübeck. Von Andreas Hunzinger

Von Andreas Hunzinger

Der FSV Mainz hat die Generalprobe für den Bundesligastart am kommenden gründlich verpatzt. Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen am Freitagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten VfB Lübeck mit 1:2 (1:1, 1:0) und bot dabei insgesamt eine blamable Vorstellung.

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison beorderte Trainer Andersen den neu verpflichteten Torhüter Heinz Müller zwischen die Pfosten. Wie der Norweger aber schon unter der Woche angekündigt hatte, hat diese Entscheidung keine Aussagekraft dahingehend, wer die Nummer eins beim Bundesliga-Aufsteiger ist. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass der bisherige Stammkeeper Dimo Wache, der im Stadion an der Lohmühle auf der Ersatzbank saß, seinen Platz verteidigen wird. Denn unmittelbar vor Beginn der Partie hatte Andersen verlauten lassen, dass Wache wie bisher Kapitän der Rheinhessen bleiben wird. Ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass der 35 Jahre alte Routinier das Rennen gegen Herausforderer Müller gewonnen hat.

Die Leistung der zehn Feldspieler war dagegen höchst uninspiriert. Mainz tat von Beginn an nicht mehr als nötig, und nachdem der aufgerückte Innenverteidiger Niko Bungert den Favoriten per Kopf in Führung gebracht hatte (20.), schalteten die Gäste endgültig auf Verwalten um. Diese Genügsamkeit wurde kurz nach der Pause bestraft, als der eingewechselte Nico Schrum nach 56 Minuten plötzlich 18 Meter vor dem Mainzer Tor frei zum Schuss kam und zum 1:1 traf. In der Folgezeit mühte sich der Erstligist um den zweiten Treffer, doch spielerisch ging bei Andersens Team nur wenig. Resultat: Nachsitzen in der Verlängerung.

In der kam es für den Favoriten noch schlimmer. Jakob Sachs erzielte mit einem abgefälschten Direktschuss das 2:1 für den Außenseiter (94.) und machte die Mainzer Blamage perfekt.

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