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Bancé lässt die harte Zeit hinter sich

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Nach seiner Sperre darf der Mainzer Stürmer heute ran

Von ANDREAS HUNZINGER

Gesprochen haben sie darüber, sagt Jörn Andersen. Aristide Bancé, Stürmer des FSV Mainz 05, und Andersen, Trainer des Fußball-Zweitligisten, haben in den vergangenen Wochen erörtert, dass Bancé wegen einer Roten Karte als Spieler der Offenbacher Kickers am 4. Mai gegen Borussia Mönchengladbach und einer anschließenden obszönen Geste gegenüber den gegnerischen Fans für insgesamt fünf Partien gesperrt wurde - und damit auch seinem neuen Arbeitgeber in den ersten beiden Spielen der Runde fehlte. "Aber es war kein Thema, das wichtig war", sagt Andersen über die Bedeutung der Unterredung. Zumal Bancé heute im Heimspiel gegen Osnabrück wieder spielberechtigt ist.

Der Rückkehrer selbst sagte zu der leidigen Sache nichts mehr. Sie hat ihn genug Nerven gekostet. "Aristide hat am meisten darunter gelitten", sagt Andersen, der kurioserweise als OFC-Coach schon in der vergangenen Saison Bancés Chef war. Offenbach stieg ohne den hünenhaften Mann aus Burkina Faso, der bei den Kickers nach seiner Verpflichtung im Januar 2008 gleich zweimal wegen einer Sperre fehlte, ab. Weswegen Bancé beim Testspiel der Mainzer vor einigen Wochen am Bieberer Berg bei jeder Ballberührung ein gellendes Pfeifkonzert erdulden musste.

Andersen hat die Sache mit Bancé aufgearbeitet. Und er hat dem 23-Jährigen gesagt, dass es für alle Mainzer Spieler künftig sehr teuer wird, wenn sie sich Disziplinlosigkeiten erlauben. Ein gesonderten Vortrag brauchte der Mainzer Coach dem langen Stürmer nicht halten. Denn eigentlich kenne er Bancé nicht als einen Spieler, der zu Ausrastern neigt, so der Mainzer Coach. Andersen meint, dass die Körpermaße des Burkiners - 1,92 Meter/90 Kilogramm - ihm beispielsweise beim mit Rot geahndeten Foul am Gladbacher Nationalspieler Oliver Neuville (1,71/67) zum Nachteil gerieten. "Ein großer Spieler wird kritischer betrachtet", sagt der Norweger.

Bancé selbst will nicht mehr zurückschauen. "Ich freue mich sehr, dass ich endlich spielen darf", sagt der Neuzugang, "ich habe lange gewartet." Ob er allerdings spielen darf, ist fraglich. "Wir haben mit Srdjan Baljak und Felix Borja in München gewonnen", sagt Andersen, der gestern eher dazu tendierte, mit der gleichen Formation wie beim 2:1 in München zu beginnen und Bancé zunächst auf die Bank zu schicken.

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