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Instabil in der Bayern-Deckung: Niklas Süle sieht nach einem Foul Gelb.
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Instabil in der Bayern-Deckung: Niklas Süle sieht nach einem Foul Gelb.

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Freude am Schwächeln

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Der FC Bayern kassiert so viele Gegentore wie lange nicht, aber die unmittelbaren Verfolger tun sich seltsam schwer, dem Tabellenführer auf die Pelle zu rücken.

Die Tabellenführung hat der Meister aller Klassen auch am 15. Spieltag verteidigt – ganz souverän durch eine sittsame 2:3-Schlappe in Mönchengladbach. Ist zwar selten, so eine Bayern-Niederlage, gerade nach 2:0-Führung, aber hey, aufs Tabellenbild hatte die Pleite keine Auswirkung. Die Bayern an der Spitze, alle anderen darunter. Gähn.

Dieses Mal haben die Konkurrenten in schöner Eintracht gepatzt – Bayer Leverkusen ist in eine kleine Krise gerutscht, hat nur einen Punkt aus den letzten drei Partien geholt. Das ist dürftig. Aber typisch. Immer dann, wenn der Werkself ein größerer Wurf zugetraut wird, wenn sie gereift scheint, lehrt sie das genaue Gegenteil. Bayer bleibt Bayer.

Und auch RB Leipzig ging leer aus, konnte die Dortmund Naturgewalt Erling Haaland nur 45 Minuten im Zaum halten, was in einem markanten 0:3 mündete, weshalb der BVB da oben wieder ein bisschen mitmischen kann. Die Westfalen sind der einzige Gewinner des Wochenendes.

Es ist die Schwäche des FCB, die die Rivalen trotz eigener Wankelmütigkeiten hoffen lässt, vielleicht doch mal ein Wörtchen mitreden zu können bei der Vergabe des Titels, der in den vergangenen acht Jahren an die Isar ging. Das letzte Mal durchbrach der BVB die Bayern-Allmacht, das war 2012, damals schoss Robert Lewandowksi noch seine Tore im Dortmunder Trikot, seinerzeit schon verdammt viele.

Seit fast sieben Jahren knipst der Pole für die Bayern, hat fast unmenschliche 269 Tore in 309 Partien erzielt. Am Weltfußballer liegt es also nicht, dass die Münchner derzeit so verwundbar sind, es liegt vielmehr am Abwehrverhalten. 24 Tore haben sie bereits schlucken müssen – so viele wie seit 39 Jahren nicht. Nur bei den Kellerkindern schlägt es häufiger ein. Das ist alarmierend.

Und hat Gründe: Jerome Boateng ist über seinem Zenit, Benjamin Pavard von der Rolle, Abwehrklotz Niklas Süle von zwei Kreuzbandrissen in einem Knie gepeinigt und weit weg von Normalform, und selbst David Alaba ist nicht mehr fehlerfrei. Die gesamte Statik im Spiel stimmt nicht, oft reicht ein Pass für eine Großchance des Gegners: 14 Treffer schluckten die Bayern nach Zuspielen in die Tiefe. Kein Zufall.

Der FC Nimmersatt wirkt lange nicht so gefestigt und dominant wie in der Vorsaison. Das ist schlecht für Hansi Flick, aber gut für die Liga. Selten waren Spiele mit Bayern-Beteiligung beidseitig so unterhaltsam, und vielleicht ist die Konkurrenz ja dieses Mal scharf genug, ganz oben reinzustechen – in den letzten Jahren waren selbst schwächelnde Bayern zu stark für den Rest der Liga.

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