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Frankfurter Löwen fressen alle anderen auf

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Von: Markus Katzenbach

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Geschafft: Rylan Schwartz, Reid McNeill und Alexej Dmitiriev (von links) feiern sich.
Geschafft: Rylan Schwartz, Reid McNeill und Alexej Dmitiriev (von links) feiern sich. © IMAGO/Rene Schulz

Das Eishockeyteam der Hessen holt sich in Ravensburg schon im vierten Playoff-Finalespiel den Titel in der DEL 2.

Um genau 22.27 Uhr flogen eine Menge Schläger und Helme in die Luft der Ravensburger Arena, und in einer ihrer Ecken bildete sich eine wilde Jubeltraube. Die Frankfurter Löwen hatten dort gleich doppelt Grund zum Feiern: Mit dem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) bei den Ravensburg Towerstars im vierten Spiel der Finalserie der DEL 2 am Freitagabend sicherten sie sich nicht nur die Meisterschaft in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys, viel wichtiger noch: Auch den Aufstieg in die erste Liga,

Die meisten der 3418 Zuschauer in der wieder ausverkauften Ravensburger Spielstätte hätten sich wohl ein anderes Ergebnis gewünscht, die mitgereisten Löwen-Anhänger aber waren aus dem Häuschen. Mit einem Schlagschuss in der 55. Minute machte Verteidiger Reid McNeill den Eintrag ins Frankfurter Eishockey-Geschichtsbuch perfekt.

Am Anfang verzweifelte Robbie Czarnik an Jake Hildebrand. 7:0, 3:1, 1:0 nach Verlängerung – mit dieser Bilanz fehlten den Löwen nur noch ein Sieg, als die am Freitag in den Bus nach Oberschwaben stiegen.

Czarnik sollte den Pass spielen, der die Towerstars erstmals in dieser Serie zur Führung verhelfen sollte – durch David Zucker (33. Minute), als eine Strafzeit für Faber gerade abgelaufen war. Es war erst der zweite Gegentreffer im vierten Spiel: ein bemerkenswertes Zeugnis für die Abwehrarbeit der Frankfurter und ihres herausragenden Goalies Hildebrand über die Finalbegegnungen.

Die Towerstars verloren früh ihren verletzten Kapitän Vinzenz Mayer und etwas später ihren Topscorer Sam Herr, der nach einem üblen Tritt mit den Kufen in die rechte Wade von Carson McMillan mit einer Spieldauerstrafe vom Eis geschickt worden war, Aber sie kämpften erbittert gegen das Saisonende. Und doch glichen die Löwen aus, zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels – wieder durch Faber, wieder in Überzahl, wie der Treffer am Mittwoch.

„Das ist eine klassisches, spannende Playoff-Partie. Ravensburg macht es uns sehr schwer, aber wir haben einen Weg gefunden auszugleichen. Jetzt geht es um alles“, sagte Löwen-Stürmer Adam Mitchell im Interview in der zweiten Drittelpause. Und dann entschied McNeill die Angelegenheit zu Gunsten der Löwen, nicht nur für diesen Abend.

„Wir arbeiten seit vier Jahren für diesen Traum“, hatte Max Faber vor der Finalserie gesagt – einer von sechs Frankfurtern, die schon 2019 im Finale gegen Ravensburg gestanden hatten. Die Mission ist vollendet: Vor zwölf Jahren hatten die Vorgänger von den Lions Insolvenz angemeldet und sich aus der DEL verabschieden müssen, unter dem Löwen-Namen begann man weit unten wieder von vorne, in der Regionalliga. Nun ist Frankfurt zurück in der ersten Klasse.

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