Bayern München - Frankfurt Skyliners

Zu viele Chancen vergeben

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Frankfurt Skyliners treffen ihre Dreier nicht und verlieren 71:80 beim FC Bayern München.

Danilo Barthel klatschte seine ehemaligen Trainer und Mitspieler mit einem Dauerlächeln auf dem Gesicht ab. Das lag nicht nur am glücklichen 80:71 (39:31)-Erfolg seines FC Bayern München gegen die Frankfurt Skyliners, sondern daran, dass er auf langjährige Weggefährten, Förderer und Freunde am Sonntagabend traf. Und ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein, wo der 2,08-Meter-Mann fünf Jahre spielte und zum Basketball-Nationalspieler reifte, wurde der 27-Jährige mit 18 Punkten und vier von fünf erfolgreichen Dreiern zum Topscorer der Partie. „Ich habe nie an einem Sieg gezweifelt“, sagte der Kapitän des FC Bayern so selbstbewusst, wie es sich für einen nach 15 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer und Euroleague-Teilnehmer gehört. 
Trotzdem waren die Skyliners, die mit 10:18 aus 14 Spielen nur auf Rang 14 rangieren, nicht ohne Chance gegen den amtierenden Deutschen Meister. „Die Bayern waren schlagbar“, befand Jonas Wohlfarth-Bottermann, der nach fast zehnwöchiger Pause nach einem Mittelfußbruch sein Comeback feierte. „Aber wir haben nicht schlau genug gespielt.“ Und nicht genügend getroffen.

Es war ein Spiel der verpassten Chancen für die Frankfurter Korbjäger. Zunächst verpassten sie es, ihre Reboundüberlegenheit - am Ende gewannen sie das Duell 40:26 - in eine größere Führung umzumünzen. Aus einem 16:8 wurde alsbald ein 26:27. Und im Schlussviertel, als sie sich nach einem 18-Punkte-Rückstand auf drei Zähler (58:61) rangekämpft hatten, verpassten sie es, das Spiel zu drehen.

Comeback von Center Wohlfarth-Bottermann

Wie in der Anfangsphase, waren es die verpassten Dreier, die einen durchaus möglichen Sieg verhinderten. Nur neun von 31 Dreierversuchen, 29 Prozent, fanden ihr Ziel. Erik Murphy traf nur einen einzigen von acht Versuchen, Quantez Robertson zwei von acht. „Wir hatten eine große Chance, doch München hat im zweiten und dritten Viertel die Intensität hochgeschraubt. Wir haben uns im vierten Viertel zurückgekämpft und hatten dann einige Chancen“, analysierte Cheftrainer Gordon Herbert. Sie aber eben nicht genutzt.

Immerhin konnte der Kanadier gestern wieder auf Wohlfarth-Bottermann zurückgreifen, der den Skyliners unter den Brettern eine ganz andere Präsenz gibt. Der 28-jährige Center machte nicht nur zehn Punkte, sondern sammelte auch acht Rebounds, fünf davon am offensiven Brett. „Hätten wir die anderen Jungs mit dabei gehabt, hätte uns das sicherlich noch geholfen“, sagte der Rückkehrer. Gemeint waren natürlich die verletzten Guards um Trae Bell-Haynes (Bänderriss), Akeem Vargas (Muskelfaserriss) und Brady Heslip (Schulterprellung) sowie Center Leon Kratzer (Innenbanddehnung). „Am Ende hat uns auch ein bisschen die Kraft gefehlt“, gestand Wohlfarth-Bottermann.

Bei den Bayern kamen alle zwölf Spieler im Kader mindestens sieben Minuten zum Einsatz. Bei den Skyliners waren es neun Akteure. Für die Hessen geht es am Mittwoch (19.30) im Eurocup gegen Lyon Villeurbanne vor heimischer Kulisse weiter. Sie brauchen einen Sieg, um die Chance auf das Weiterkommen ins Viertelfinale zu wahren. Am Sonntag folgt das bislang wichtigste Spiel der Saison: das Pokal-Halbfinale gegen Alba Berlin in der Ballsporthalle. 

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