Kann wieder auf einen großen Kader bauen: Trainer Gorden Herbert.
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Kann wieder auf einen großen Kader bauen: Trainer Gorden Herbert.

Skyliners Frankfurt

Ungewohnte Kadergröße

Die Frankfurt Skyliners können wieder auf Kevin Bright und Konstantin Klein bauen. Mit ungewohnter Kadergröße beginnt für den Basketball-Bundesligisten in Ulm die Rückrunde.

Von Timur Tinç

So viele Spieler wie am Freitagabend hatte Gordon Herbert lange nicht mehr im Training. Gleich zwölf Akteure mit Profivertrag standen in der Trainingshalle im Nordwestzentrum. „Es ist schon etwas seltsam“, sagte der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners. Seit Beginn der Saison hatte der hessische Basketball-Bundesligist mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Herbert musste mehrere Trainingseinheiten absagen, reduzieren oder junge Spieler aus der Pro B-Mannschaft hochziehen. Die Zeiten sind jetzt für den Rest der Saison vorbei, hofft Herbert.

Kevin Bright stand nach seinem Ermüdungsbruch im Fuß beim 71:62-Sieg in der Eurochallenge in Tartu (Estland) das erste Mal wieder im Kader. Am vergangenen Wochenende lief er bereits mit der Pro B auf und feierte dort sein Comeback, nach knapp acht Monaten ohne Basketballspiel.

Konstantin Klein konnte gestern das erste Mal nach seiner Leistenoperation und einer Schambeinentzündung wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Ob er in den Kader für das Spiel am Sonntag (17 Uhr) in Ulm rutscht, will Herbert sich noch offenhalten. Offen ist auch immer noch, was mit Richard Williams passiert. „Dazu kann ich nichts sagen“, so Herbert. Ob der bis Ende der Saison laufende Vertrag des Aufbauspielers aufgelöst wird oder er doch noch eine Chance erhält, ist also weiterhin ungewiss.

Auf das Team hat die Causa Williams ohnehin keine Auswirkung. Seit der Nachverpflichtung von Justin Cobbs läuft es bei den Skyliners. Sie stehen auf dem achten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Die größte Herausforderung dürfte für die Skyliners in der Rückrunde die Neuverteilung der Rollen in der Rotation nach der Rückkehr von Klein und Bright werden.

Kampf um Positionen

„Es könnte ein schwierig werden“, gibt Herbert zu, der zum ersten Mal aus dem Vollen schöpfen kann. Bislang hat Cobbs immer weit mehr als 30 Minuten auf der Eins auf dem Parkett gestanden. Er ist der Topscorer und hat Führungsqualitäten bewiesen. Klein, der vor seiner Verletzung diese Position innehatte, kann dem Team aber auch wichtige Minuten als Shooting-Guard geben. „Es wird einen guten Wettbewerb im Training geben“, ist Herbert überzeugt. Die Einheiten und die Spiele werden zeigen, wer sich die Minuten verdient. Das gilt vor allem für die Spieler auf kleinen Positionen.

Gegen Ulm wird es für die Skyliners darauf ankommen „das Tempo zu kontrollieren“, erklärt Herbert. In der vergangenen Saison hatten die Hessen in einem spektakulären Spiel mit drei Verlängerungen einen knappen Sieg errungen. „Wir müssen die Fans und ihre Schützen aus dem Spiel halten“, zählt der Kanadier die Schlüssel für den Erfolg auf.

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