Ubaka wechselt nach Antwerpen

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US-Amerikaner sieht kaum Perspektiven in Frankfurt

In der vergangenen Woche hat Murat Didin viel gelacht. Grund für die gute Laune des Trainers der Frankfurt Skyliners war, dass nach ständigen Verletzungen in dieser Saison erstmals alle Spieler beim Basketball-Bundesligisten mittrainieren konnten. "Wir können uns viel besser vorbereiten, wenn wir auch mal fünf gegen fünf mit Auswechselspielern trainieren können", sagte Sportdirektor Kamil Novak. Vier Tage später hat sich die Sachlage verändert: Der Kader der Skyliners, die heute (20 Uhr) im Uleb-Cup in Nancy antreten, ist von vormals 13 auf zwölf Spieler geschrumpft.

Das hat nichts mit Verletzungen zu tun, sondern mit dem sofortigen Wechsel von Ayinde Ubaka nach Antwerpen. Der 22 Jahre alte Aufbauspieler war Ende November aufgrund einer Verletzung von Pascal Roller an den Main gewechselt. Sein Vertrag galt bis Ende Januar plus Option. Dass Ubaka weiterzieht, überrascht dennoch, weil Didin sich frühzeitig für sein Bleiben ausgesprochen hatte. Der US-Amerikaner verlässt die Skyliners aber auf eigenen Wunsch. "Ich will mich weiterentwickeln", erklärt Ubaka, der in sechs Spielen für Frankfurt im Schnitt vier Punkte und 2,5 Assists erzielte. Entscheidend für seinen Schritt sind die geringen Perspektiven: Hinter Roller und Jimmie Hunt sah Ubaka sich selbst nur als dritte Wahl. Nach Rollers Genesung sank seine Einsatzzeit auf durchschnittlich unter acht Minuten.

Nicht umstimmen konnte ihn auch der 87:83-Sieg in Ulm. Didin hatte Ubaka in die Startformation beordert, gleichzeitig stellte der Spieler den Erfolg durch vier verwandelte Freiwürfe in der Schlussminute sicher. Doch da war die Entscheidung zugunsten des zehnmaligen belgischen Meisters bereits gefallen.

Didin bedauert das: "Es ist schade, aber ich kann nachvollziehen, dass er mehr spielen möchte", sagte der Trainer. Ubaka selbst, der schon am Wochenende für Antwerpen "möglichst viele Minuten" spielen will, geht nicht im Groll: "Die Stimmung im Team war super. Und dem Trainer habe ich viel zu verdanken."

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