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Umsonst gestreckt: Shavon Shields (M.) versucht den Bayreuther Joseph Lewis zu stoppen.
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Umsonst gestreckt: Shavon Shields (M.) versucht den Bayreuther Joseph Lewis zu stoppen.

Skyliners Frankfurt

Trauerspiel in der Offensive

Die Frankfurt Skyliners verlieren 56:72 gegen Bayreuth nach einer katastrophalen Vorstellung im Angriff.

Von Timur Tinç

Die Partie war für die Frankfurt Skyliners schon gelaufen, da starteten sie in Person von Garai Zeeb, Ekene Ibekwe und Isaac Bonga noch einen allerletzten Angriff. Ibekwe bekam den Ball an der Freiwurflinie, wollte zum mitgelaufenen Bonga durchstecken, doch statt in den Händen des 16-Jährigen, landete der Ball im Aus. Diese total verhunzte Aktion stand sinnbildlich für eine tief verunsicherte und planlose Skyliners-Mannschaft. 56:72 (22:33) lautete am Ende das Endergebnis vor 4030 Zuschauern in der Ballsporthalle gegen den neuen Tabellendritten Bayreuth. Die Skyliners sind nach der vierten Niederlage in Folge auf den 13. Platz abgestürzt.

„Da müssen wir jetzt durch. Da gibt es kein Geheimrezept“, sagte Interims-Cheftrainer Klaus Perwas. Etwas Positives aus der Partie konnte der 45-Jährige „nicht so wirklich“ ziehen. Das größte Problem ist gar nicht mal die Verteidigung, die relativ ordentlich gegen das drittbeste Offensivteam der Liga agierte, sondern der Angriff. „Da gibt es noch viele Abstimmungsfehler, kein Tempo, kein Rhythmus“, analysierte Perwas. Das müsse man schnellstmöglich abstellen, sonst könne man keine Spiele gewinnen.

Die Frankfurter Korbjäger kommen einfach nicht in ihre Systeme rein. Point-Guard Kwame Vaughn hatte zu allem Überfluss wegen Problemen an den Hüftadduktoren keine Trainingseinheit mehr mit dem Team absolviert. „Das soll keine Entschuldigung sein, aber das hilft natürlich nicht“, so Perwas. Vaughn ist erst seit einem Monat bei der Mannschaft, wegen der Doppelbelastung kommt er jedoch nicht dazu, die Spielphilosophie zu verinnerlichen.

Entsprechend sieht das Spiel der Skyliners aus. Vaughn dirigiert auf dem Parkett seine Mitspieler, weil die nicht wissen, wo sie hinlaufen sollen, dann sind nur noch zehn Sekunden auf der Uhr, und es werden Notwürfe genommen. Während die Skyliners eine Fahrkarte nach der anderen schossen und nur einen ihrer 14 Dreipunktwürfe trafen, waren die Oberfranken mit elf von 23 Treffern aus der Distanz erfolgreich.

Ilzhöfer trifft mal wieder

Unter der schlechten Ballbewegung „leidet“ (Perwas) vor allem Shavon Shields. Der 22-jährige Flügelspieler, der zu Beginn der Saison so groß aufgetrumpft hatte, kam nur auf vier Zähler. Antonio Graves, der von Außen für Gefahr sorgen soll, wurde überhaupt nicht freigespielt, kam nur auf einen einzigen Punkt. Noch schlechter, was die Quote angeht, ist derzeit nur Quantez Robertson. Er traf nur zwei seiner elf Würfe, keinen einzigen aus der Distanz. Seine Dreierquote liegt bei miserablen 19,1 Prozent und spiegelt die Probleme in der Offensive wieder.

Immerhin machte Stefan Ilzhöfer nach acht Spielen ohne eigenen Zähler seine ersten vier Punkte in dieser Saison. „Da ist mir schon ein kleiner Stein vom Herzen gefallen“, sagte der 21-Jährige und schob sofort nach: „Wir müssen aber wieder einen Sieg in der BBL einfahren.“

Das wird in der jetzigen Verfassung der Skyliners enorm schwierig. Vielleicht müssen die Hessen personell doch nochmal reagieren und jemanden verpflichten, der ihnen sofort hilft. Das gelingt den erfahrenen Spieler wie Graves und Robertson derzeit nicht. Ibekwe und Vaughn sind zu kurz dabei, und von den jungen deutschen Spieler kann man nicht erwarten, dass sie das Team führen. Viel Zeit zum Trainieren haben die Skyliners aber nicht. Am morgigen Dienstag (20 Uhr) geht es schon gegen in der Fiba Champions League gegen den tschechischen Meister Nymburk.

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