Skyliners fiebern Endturnier entgegen

Skyliners wollen ins Viertelfinale

  • Steffen Herrmann
    vonSteffen Herrmann
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Frankfurter Basketballer starten zuversichtlich in das Finalturnier in München.

Mit einem Stoßseufzer der Erleichterung haben sich die Basketballer der Frankfurt Skyliners am Donnerstag auf den Weg nach München gemacht: „Endlich wieder Basketball“, sagte Cheftrainer Sebastian Gleim am Morgen vor der Abfahrt zum Finalturnier.

Endlich wieder Basketball – auch wenn die Bedingungen, unter denen Frankfurter die Saison nach der Corona-Zwangspause beenden müssen, alles andere als alltäglich sind: Ein Hotel, zehn Mannschaften, Spiele im Rhythmus von zwei Tagen – und das alles in dreiwöchiger, strenger Quarantäne.

Da müsse man das Team bei Laune halten, sagte Coach Gleim. Die Lösung des Trainerstabs: Spieleabende, Spaziergänge, aber auch der eine oder andere Burger auf der Speisekarte – „damit die Stimmung oben bleibt.“

Überhaupt liegt der Fokus der Skyliners wegen des eng getakteten Spielplans auf der Erholung zwischen den Spielen. „Die Regeneration zu verbessern – das wird die Hauptaufgabe sein“, analysierte Gleim.

Schon in der Vorbereitung gab es Hürden: Erst spät konnte das Team wieder zusammen trainieren – später als so mancher Gegner, auf den man in den kommenden Wochen treffen wird. Umso größer war die Freude, als man dann wieder in das Teamtraining einsteigen konnte.

Beschweren wollen sich die Frankfurter nicht, das Motto des Basketball-Re-Starts lautet: Dabei sein und gesund bleiben. „Wir sind wahrscheinlich das jüngste Team des Turniers“, sagte Gleim und hofft auf einen Sieg in der Gruppenphase – das wäre der Einzug ins Viertelfinale.

Keine leichte Aufgabe, denn der erste Gegner am Sonntag ist Alba Berlin. Für Coach Gleim sind die Euro-League-Teilnehmer die klaren Favoriten: „Ein Sieg wäre eine Riesen-Sensation.“ Auch, weil die Frankfurter auf Leon Kratzer verzichten müssen. Der Center pausiert die ersten beiden Partien wegen einer Muskelverletzung. Forward Shaquille Hines, der „gesundheitlich angeschlagen“ sei, werde erst später nach Bayern reisen.

Verstärkt haben sich die Skyliners mit dem Litauer Gytis Masiulis, der Power Forward oder Center spielen kann, sowie mit dem Ex-Bonner Yorman Polas Bartolo. Der kleine Flügelspieler wird „El Ciclon“ genannt – Wirbelsturm. Die beiden kurzfristigen Neuzugänge wurden laut Gleim gut und schnell integriert.

Zu verlieren haben die Frankfurter nichts: als Tabellen-14. der abgebrochenen Hauptrunde und nach dem Verzicht von sieben Konkurrenten auf die Teilnahme am Turnier sind sie schon jetzt auf den zehnten Platz vorgerückt.

Wie alle anderen Mannschaften sind die Skyliners ohne Fans nach München gereist. Trotzdem werde man bissig in die Spiele gehen, kündige Gleim an. Den Inhabern von Dauerkarten spendiert der Klub ein kostenloses Monatsabo des Pay-TV-Anbieters MagentaSport. So wird das Team wenigstens aus den Wohnzimmern angefeuert.

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