Pascal Roller (li.) kann Winsome Frazier nicht stoppen.
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Pascal Roller (li.) kann Winsome Frazier nicht stoppen.

Basketball

Skyliners vergeben ersten Matchball

  • Jan Szyszka
    vonJan Szyszka
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Die Frankfurt Skyliners machen es wieder spannend. Bonn kann in der Halbfinalserie ausgleichen. Die Entscheidung fällt jetzt am Donnerstag in Frankfurt.

Die Frankfurt Skyliners machen es wieder spannend. Die gestrige 60:79 (33:51)-Niederlage in Spiel vier des Playoff-Halbfinals bei den Baskets Bonn bedeutete den 2:2-Ausgleich in der Best-of-five-Serie. Die Frage, wer ins Finale um die Meisterschaft einzieht, entscheidet sich also im fünften Spiel. Die Skyliners haben dabei am Donnerstag (18.30 Uhr) Heimvorteil. "Das wird ein absolutes Kampfspiel. Keiner wird dem anderen was schenken", sagte Dominik Bahiense de Mello.

Wie schon in den vergangenen zwei Partien gegen Bonn leisteten sich die Skyliners einen kapitalen Fehlstart: Durch Fastbreaks infolge leichter Ballverluste lagen sie bereits nach zwei Minuten 0:10 zurück. Schlimmer als der Rückstand, dem die Skyliners fortan hinterherliefen, war die psychologische Wirkung. Die Bonner, die ihrerseits unbedingt siegen mussten, wirkten wie befreit. Ihnen gelang fast alles - ob Dreier von Center John Bowler (16 Punkte zur Halbzeit bei 100-prozentiger Trefferquote) oder Korbleger im Fallen von Jeremiah Davis.

"Wir sind schlecht gestartet und waren bis zur Halbzeit einfach grottenschlecht", klagte Sportdirektor Kamil Novak. Gegen die überforderte Frankfurter Verteidigung spielten die Bonner so bereits zur Halbzeit nicht nur eine vorentscheidende 18-Punkte-Führung heraus, mit ihren 51 Punkten hatten sie auch drei Punkte mehr erzielt als im gesamten dritten Spiel. "Wenn es läuft, dann klappt halt alles", sagte der Ex-Frankfurter Bernd Kruel.

Trotz dieser Überlegenheit und einer klaren 56:37 Führung (23.) kam kurzfristig Spannung auf: Verantwortlich dafür war eine Verletzung des überragenden John Bowler, der beim Kampf um den Rebound sein linkes Knie verdrehte (Verdacht auf Innenbandverletzung). Bonn musste damit den zweiten Ausfall verkraften: Kurz vor Spielbeginn hatte Flügelspieler Ronald Burrell wegen einer Schulterverletzung passen müssen. Ob beide Spieler am Donnerstag mitwirken können, ist unklar.

Der Ausfall ihres bis dahin besten Schützen verunsicherte die Bonner. Die Skyliners konnten das aber wegen der schon hohen Foulbelastung nicht mehr nutzen: Derrick Allen, Ilian Evtimov und Koko Archibong hatten bereits Anfang des Schlussviertels ihr viertes Foul kassiert - Folge vieler kleinlicher Pfiffe in der Anfangsphase.

Trotz der Pleite können die Skyliners zuversichtlich ins Entscheidungsspiel einziehen: In den diesjährigen Playoffs gewannen sie in der Ballsporthalle alle vier Heimspiele. Novak: "Wir haben einen kleinen psychologischen Vorteil."

Optimismus macht sich auch in Bonn breit: Präsident Wiedlich kündigte an, dass die Baskets im Falle des Finaleinzugs in die 16,7 Millionen Euro teure neue Arena umziehen. 6000 Zuschauer fasst der "Dome", knapp doppelt soviel wie die Hardtberghalle.

Statistik: Beste Werfer: Frazier (19), Bowler (16), Flomo (11) für Bonn - Allen (11), McKinney (11) für Frankfurt. - Zuschauer: 3500.

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