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Streckt sich vergeblich: Skyliners-Center Marco Völler (links) gegen Elias Harris.

76:87-Niederlage in Bamberg

Skyliners im Negativstrudel

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Die dezimierten Frankfurt Skyliners kassieren in Bamberg die sechste Pleite im siebten Spiel.

Nein, versicherte Marco Völler am Mikrofon bei Magentasport, er schaue nicht nach unten in der Tabelle. „Und die anderen Jungs auch nicht“, schob der Center vom Tabellen-14., den Frankfurt Skyliners hinterher. Das 76:87 in Bamberg war die sechste Niederlage im siebten Spiel für den hessischen Basketball-Bundesligisten. Für das ursprüngliche Ziel, die Playoffs, ist der Zug schon vor Wochen abgefahren. Es geht einzig und alleine darum, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen. Bei noch 15 auszutragenden Partien keine besonders erbaulichen Aussichten, aber alles andere wäre vermessen.

Dass der Blick nicht unbedingt nicht nach unten gehen muss, liegt einzig und alleine daran, dass der Tabellenletzte, der Mitteldeutsche BC, mit nur zwei Siegen aus 17 Partien keine Anstalten macht, sich aus seiner Misere zu befreien. Auch die Hamburg Towers (drei Siege) sind noch schlechter einzuschätzen, als die Skyliners.

Die Frankfurter können sich in erster Linie wegen ihrer Verletzungssorgen nicht aus dem Negativstrudel befreien. In Bamberg fehlten den Hessen wie schon eine Woche zuvor ihre drei Leistungsträger Leon Kratzer, Richard Freudenberg und Lamont Jones. Die Skyliners haben aktuell lediglich zwei Spieler, die über zwei Meter groß sind: Darius Carter (2,01 Meter) und Shaquille Hines (2,03). Gerade gegen eine physische Mannschaft wie Bamberg, die gleich fünf Männer über zwei Meter in ihren Reihen hat, ein riesiger Nachteil. „Wir haben gegen unsere Nachteile auf der Innenposition wie Berserker gekämpft“, sagte Trainer Sebastian Gleim, der so ein bisschen darauf gehofft hatte, die Oberfranken mental zu knacken. „Wir hinken unseren Erwartungen hinterher, aber Bamberg tut das noch viel mehr“, hatte Gleim vor der Partie beim Tabellenneunten gesagt.

Bis zur Halbzeit hatte sein Team die Partie offen gehalten und hätte mit etwas weniger unnötigen Ballverluste höher als nur mit einem Punkt führen können (38:37). Im dritten Viertel passierte dann das, was diese Saison so oft passiert: die Skyliners brachen ein. Die Bamberger, die in der ersten Hälfte keinen einzigen Dreier getroffen hatten, verwandelten alleine fünf in den ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit zur 63:54-Führung. „Dadurch haben wir den Rhythmus aus der Hand gegeben“, analysierte Gleim.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für die Skyliners: Am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen Crailsheim sollen zumindest Kratzer und Jones wieder zur Verfügung stehen.

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