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Chancenlos in Braunschweig: Skyliners scheiden im Pokal aus. Foto: Imago images
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Chancenlos in Braunschweig: Skyliners scheiden im Pokal aus.

Basketball

Skyliners mit zu vielen Baustellen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Frankfurts Basketballer verpassen den Final-Four-Einzug im Pokal deutlich. Nun hoffen sie vor der wegweisenden Partie in Würzburg auf die Rückkehr ihres Kapitäns Quantez Robertson.

Vor einer Woche sah Diego Ocampo seine Mannschaft „nah dran“ am Rest der Liga. Sein Team hatte zwar 72:77 gegen Bamberg verloren, aber in der zweiten Halbzeit eine klare Leistungssteigerung gezeigt. Davon war am Samstagabend in Braunschweig rein gar nichts mehr übrig geblieben. Wie schon gegen Bamberg verschliefen die hessischen Basketballer den Start im Pokal-Viertelfinalspiel. Nach zehn Minuten lagen sie 12:22 zurück. „Wir haben im zweiten und dritten Viertel versucht, dagegenzuhalten. Aber im ersten und letzten Viertel haben wir nicht auf dem nötigen Level gespielt“, analysierte Ocampo nach der klaren 65:86-Pleite.

Bis Sonntag müssen die Frankfurter Korbjäger die richtigen Schlüsse ziehen, denn dann geht es schon zur wegweisenden Partie in der Liga beim Tabellen-13. Würzburg. Die Skyliners müssen als Tabellenletzter mit nur einem Sieg auf dem Konto schleunigst anfangen, Spiele zu gewinnen, sonst wird es ein ganz zäher Kampf um den Klassenerhalt. Für die Partie in Würzburg dürfte der schmerzlich vermisste Kapitän Quantez Robertson zurückkehren. Er war vor drei Wochen unglücklich umgeknickt und ist auf dem Weg der Besserung.

Skyliners brauchen dringend mehr Qualität unter dem Korb

Im Gegensatz zu Brooks DeBischopp. Der 2,05-Meter große Center fehlt seit der Vorbereitung mit einer Kreuzbandzerrung. Statt einen Ersatz zu suchen, um den oftmals überforderten Matt Haarms zu entlasten, wird DeBischopp weiter mitgeschleppt. Dabei brauchen die Skyliners dringend mehr Qualität unter den Körben. Ob DeBischopp, sollte er fit werden, die liefern kann, ist völlig ungewiss. Zunächst wird er einige Wochen brauchen, um überhaupt wieder in einen Spielrhythmus zu kommen. Außerdem muss er nach einem Jahr in der weißrussischen Liga erst einmal beweisen, dass er auf dem Niveau in der Basketball-Bundesliga (BBL) spielen kann.

Bei Donovan Donaldson, der in den unterklassigen ungarischen und mazedonischen Ligen gespielt hat, haben die Skyliners früh gemerkt, dass er nicht das Niveau hat. In Braunschweig gelang dem eigentlich als Starting-Point-Guard geholten US-Amerikaner in elf Minuten kein einziger Punkt. Ohne Zähler blieb auch Lukas Wank in 21 Minuten, der trotz seiner schwachen Leistungen in der BBL für die Nationalmannschaft nominiert wurde. Lediglich zwei Zähler gelangen Center Haarms, der in 14 Minuten auch nur zwei Rebounds holte – bei 2,21-Meter Körperlänge.

Skyliners sind das schlechteste Offensivteam der Basketball-Bundesliga (BBL)

Angesprochen auf die Verletzungsprobleme, sagte Len Schoormann am Mikrofon von Magentasport den bemerkenswerten Satz: „Wir sind auch so ein gutes Team. Das darf keine Ausrede sein.“ Das ehrt den 19-jährigen zwar, der mit 20 Punkten bester Frankfurter Schütze war. Aber die Skyliners sind weit davon entfernt, ein gutes Team zu haben.

Das belegt auch die Statistik. Kein Team in der BBL hat eine so schlechte Offensive wie die Skyliners. Nur 69,9 Punkte machen sie im Schnitt. Das nächstschlechtere Team Göttingen macht 75,0 Zähler. Zudem leisten sich die Frankfurter Basketballer ligaweit die meisten Ballverluste (20,0). Da sie auch längst nicht mehr ein gefürchtetes Defensivteam sind, muss immer alles passen, selbst mit Robertson, um überhaupt eine Chance auf einen Sieg zu haben.

Skyliners treffen in Braunschweig nur sieben von 38 Dreierversuchen

Der einzige Erfolg in Ulm gelang dank einer sagenhaften Dreierquote von 53,6 Prozent. 15 von 28 Dreierversuchen fanden ihr Ziel. Auch in Braunschweig suchten die Hessen ihr Heil im Distanzwurf. Bei 38 Versuchen fanden nur sieben ihr Ziel. Die meisten Würfe waren auch nicht gut herausgespielt. Zwischen der Ballbewegung beider Mannschaften lagen am Samstag Welten. Die Skyliners hatten am Ende zwölf, die Löwen 21 Assists.

Will Cherry, der als Spielmacher nachverpflichtet wurde, hat nach seiner triumphalen Auftaktpartie gegen Ulm mit 14 Punkten, daran noch nicht anknüpfen können. In Braunschweig gelangen ihm nur neun Punkte. Er kämpft zur Zeit etwas mehr mit seiner Form, als dass er das Team sofort auf ein anderes Niveau heben kann. In diesem Zustand haben die Skyliners einfach zu viele Baustellen.

Der Druck vor dem Würzburg-Spiel ist gewaltig. Sollte es verloren gehen, muss in der kurzen Länderspielpause dringend noch einmal nachjustiert werden. Sonst werden die Skyliners auch Ende des Jahres und wenn es ganz schlecht läuft, auch Ende der Saison, noch am Tabellenende der Liga stehen.

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