Musste mal wieder fast durchspielen: Justin Cobbs (l.) im Duell mit Jonathan Moore.
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Musste mal wieder fast durchspielen: Justin Cobbs (l.) im Duell mit Jonathan Moore.

Skyliners Frankfurt

Skyliners klettern auf Playoff-Platz

Die Frankfurter Basketballer siegen gegen den Tabellenletzten Crailsheim und schieben sich auf Platz acht.

Von Timur Tinç

Anderthalb Minuten vor Schluss schickte Trainer Gordon Herbert Niklas Kiel und Armin Musovic auf das Parkett. Den Sieg gegen die Crailsheim Merlins und den damit verbunden Sprung auf den achten Tabellenplatz war den Frankfurt Skyliners zu diesem Zeitpunkt schon sicher. Die beiden Youngster, Kiel 17 und Musovic 18 Jahre alt, komplettierten mit Stefan Ilzhöfer (19) und Johannes Richter (21) das wohl jüngste deutsche Quartett, das je in der Basketball-Bundesliga auf dem Feld stand. Den Altersdurchschnitt trieb einzig Co-Kapitän Quantez Robertson (30) in die Höhe. Zu guter Letzt siegte der hessische Basketball-Bundesligist vor 5000 Zuschauern in der Ballsporthalle dann auch standesgemäß 88:71 gegen den Tabellenletzten. Die Saisonbilanz kann sich mittlerweile sehenlassen. Acht Siegen stehen neun Niederlagen nach der Vorrunde gegenüber. Zur Erinnerung: Aus den ersten sieben Partien hatten die Skyliners nur einen Sieg geholt. „Wir haben schlecht angefangen und uns durch viel Arbeit in die Position gebracht, in der wir vor der Saison sein wollten“, analysierte Johannes Voigtmann den Verlauf der Hinrunde. Der 22-Jährige empfahl sich am Sonntagnachmittag mit Danilo Barthel für das Allstar-Spiel am kommenden Samstag in Ulm. 16 Punkte und zwölf Rebounds steuerte der 2,11 Meter große Center zum Erfolg bei. Barthel kam auf 21 Punkte bei fünf Rebounds. Vor allem in der ersten Halbzeit prägten die beiden deutschen Allstars das Angriffsspiel der Hessen und dominierten die Bretter. Und das, obwohl mit Mike Morrison ein weiterer „big man“ fehlte. Im Schlussviertel gab es eine Schrecksekunde, als Barthel mit seinem rechten Fuß umknickte. Bereits am vergangenen Dienstag in Ludwigsburg war der 23-Jährige ins Straucheln geraten und trug dabei eine Platzwunde davon. Diesmal blieb er aber unverletzt.

Cobbs Dreh- und Angelpunkt

Jetzt ist erst einmal Pause für die Skyliners. „Die wird uns gut tun, denn einige Spieler sind angeschlagen und andere kommen nach Verletzungen wieder zurück“, sagte Gordon Herbert nach der „Achterbahnfahrt“ vom Sonntag, wie er den Verlauf des Spiels betitelte. 15 Ballverluste waren ihm einfach zu viel. Erst Mitte des dritten Viertels konnten sich die Skyliners absetzen, die wieder auf Mikko Koivisto zurückgreifen konnten. Der finnische Dreipunkt-Spezialist traf zwar nur einen Dreier, dafür lief der Ball wieder gut durch die eigenen Reihen (20 Assists). Somit war der Platz frei für viele offene Würfe und einer verbesserten Dreierquote (40,9 Prozent). Vorneweg traf Sean Armand drei Dreier, machte insgesamt zwölf Punkte und verteilte sieben Assists in nur 25 Minuten. Fast ohne Pause (37:30 Minuten) musste wieder Justin Cobbs spielen. Der 23 Jahre alte Aufbauspieler war mit 17 Punkten und fünf Assists Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Skyliners. Er wird im nächsten Bundesliga-Spiel gegen Ulm (18. Januar) aber wieder etwas kürzer treten dürfen. Konstantin Klein wird nach seiner Leisten-OP wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ebenso Kevin Bright nach seinem Ermüdungsbruch im rechten Fuß. Ob Mikko Koivisto und Richard Williams dann dabei sein werden, will Gordon Herbert mit Klubboss Gunnar Wöbke in den kommenden Tagen besprechen. Herbert würde Kovisto gerne behalten, bei Richard Williams stehen die Zeichen trotz laufenden Vertrags bis Saisonende auf Trennung.

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