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Strecken sich vergeblich: Max Merz (M.) und Mahir Agva (r.).
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Strecken sich vergeblich: Max Merz (M.) und Mahir Agva (r.).

Saisonauftakt

Skyliners kassieren Packung zum Auftakt

Die Frankfurt Skyliners verlieren beim deutschen Basketball-Meister Bamberg deutlich mit 55:84.

Von Timur Tinç

Klaus Perwas schlug sich mehrmals die Hände vors Gesicht, schüttelte mit dem Kopf und schaute genervt drein. Das, was er am Freitagabend in der ausverkauften Bamberger Arena über weite Strecken von seiner Mannschaft sah, konnte dem Interims-Cheftrainer der Frankfurt Skyliners nicht gefallen. Die 55:84-Niederlage zum Saisonauftakt in der Basketball-Bundesliga (BBL) beim amtierenden deutschen Meister kam jetzt nicht überraschend, vielmehr wäre das Gegenteil eine absolute Sensation gewesen. Aber die Hessen sind noch sehr weit davon entfernt, ein eingespieltes Team zu sein.

„Wir haben das Spiel gegen eine gute Mannschaft verloren, die heute wahrscheinlich noch gar nicht so gut war“, sagte Perwas nach der Lehrstunde. Selbst das reichte, um sein Team deutlich zu schlagen und der 45-Jährige wird sicher froh sein, wenn die Skyliners auch nur annähernd das Niveau von Bamberg in dieser Saison erreichen können. Das wird angesichts der verlorenen gegangenen Qualität in diesem Sommer schwierig genug.

Starks wirkte überfordert

„Wir haben heute gesehen, wo wir stehen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, analysierte Niklas Kiel treffend. Die Skyliners liefen von Beginn an nur hinterher und bissen sich an der starken Verteidigung der Oberfranken die Zähne aus. Es dauerte fünf Minuten bis die Skyliners ihren ersten Korb (2:7) erzielten. Die Gastgeber zogen in dem ungleichen Duell jedoch schnell davon. Kurz nach der Halbzeit kamen die Skyliners nach einem Dreier von Point-Guard Markel Starks (26:32) kurz ran. Doch das verstanden die Bamberger nur als Motivation, jetzt richtig auf die Tube zu drücken und deklassierten die Frankfurter im dritten Viertel mit 33:15.

Erschreckend war das Defensivverhalten der Skyliners, die Trumpfkarte in den vergangenen Jahren. Auch hier machten sich die wenigen Spiele in der Vorbereitung bemerkbar. Vielfach stimmten gestern die Rotationen nicht und ein Fehler löste meistens eine ganze Kette von weiteren Fehlern aus. Insbesondere Starks wirkte überfordert, wurde von Perwas auch mehrfach rausgeholt, wenn der Aufbauspieler nicht hart genug seinen Gegenspieler attackierte oder sich zu einfach hatte abschütteln lassen. Offensiv konnte er ebenfalls keine Akzente setzen, wobei die Partie gegen Bamberg kein Maßstab sein kann.

Rekord für 16-jährigen Bonga

Der Meister und Euroleague-Teilnehmer dürfte mit seinem Etat in dieser Saison an der 20-Millionen-Marke kratzen. Die Skyliners haben um die drei Millionen. Bamberg hat einen Kader von 16 Spielern, der internationales Spitzenniveau hat. Da wird so eben mal Fabien Causeur verpflichtet, der fünf Jahre für Vitoria in Spanien und in der Euroleague gespielt hat. Seine Bilanz im ersten Spiel: 18 Punkte und sechs Assists. Die Skyliners starteten mit drei Spielern – Starks, Stefan Ilzhöfer und Niklas Kiel – die in der BBL noch nie von Beginn an eine Partie absolviert haben, geschweige denn international etwas vorweisen können.

Der Mannschaft fehlt eine gehörige Portion Erfahrung und Abgezocktheit, die sie sich mit mehr Spielen einfach holen muss. Bester Werfer aufseiten der Skyliners war Antonio Graves mit elf Zählern. Für einen neuen Vereinsrekord sorgte Isaac Bonga. 28 Sekunden vor Schluss schickte Klaus Perwas den jüngsten Spieler in der Skyliners-Geschichte auf das Parkett. Mit 16 Jahren, zehn Monate und 15 Tagen ist Bonga zudem der fünftjüngste Spieler der BBL-Historie. Solche Rekorde werden Klaus Perwas nach dieser Klatsche aber herzlich egal sein.

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