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Seht ihr, wie’s geht? Skyliners-Coach Gordon Herbert.
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Seht ihr, wie’s geht? Skyliners-Coach Gordon Herbert.

Champions League

Skyliners mit Herbert wieder erfolgreich

Der Cheftrainer Gordon Herbert ist wieder da, die Skyliners gewinnen in der Basketball-Champions-League gegen Saloniki.

Von Timur Tinç

Die letzten Sekunden der Partie stand Gordon Herbert an der Seitenlinie, beschwerte sich beim Einwurf der Gäste aus Griechenland, dass sie zu lange brauchten. Der Ball kam rein, der letzte Wurf von Aris Thessaloniki ging daneben, die Frankfurt Skyliners hatten die Champions-League-Partie 81:74 gewonnen. Bevor Herbert zum üblichen Handshake mit seinem Trainerkollegen Dimitris Priftis gehen konnte, kam Antonio Graves auf Herbert zu und drückte ihn. „Wir wollten für ihn gewinnen“, sagte Graves, der mit 20 Punkten bester Schütze der Hessen war. Herbert, der am Montag nach seiner Rücken-OP wieder das Training aufgenommen habe, habe eine andere Atmosphäre geschaffen. „Das hat uns zusammengebracht“, befand der 31-jährige US-Amerikaner.

Vor rund 2180 Zuschauern in der Ballsporthalle – darunter die Fußball-Bundesligamannschaft der Frankfurter Eintracht und 500 frenetischen griechischen Fans – waren die Skyliners früh im Hintertreffen. Das lag mal wieder an den vielen Ballverlusten, am Ende waren es 22. Die Skyliners liefen fast die gesamte Partie diesem Rückstand hinterher, ehe Ekene Ibekwe die Skyliners mit zwei Freiwürfen zum Ausgleich und viereinhalb Minuten vor dem Ende mit einem Dreier das erste Mal in Führung brachte (68:65). Die Griechen ließen nicht nach, hielten die Partie weiter offen. Erst ein Dreier und zwei Freiwürfe vom verbesserten Aufbauspieler Kwame Vaughn (16 Punkte) machten den Deckel drauf. „Unser Fight war exzellent“, lobte Herbert sein Team nach dem doppelten Comeback.

Ende August war der Herbert nach jahrelangen Rückenproblemen operiert und zur Tatenlosigkeit verdammt worden. Mit der Reha konnte der 57-Jährige erst Anfang November beginnen, weil die Entzündung an der operierten Stelle nicht verheilt war. In Frankfurt wird er nach drei Wochen intensiver Reha in einer Rückenklinik in Ostdeutschland weiter mit Physiotherapeut Tim Kuschel und Athletiktrainer Dennis Wellm an seinem Rücken arbeiten. „Manchmal werde ich nur den halben Tag da sein“, sagte Herbert. Das Individualtraining wird Co-Trainer Klaus Perwas, der das Team als Interims-Chefcoach drei Monate übernommen hatte, leiten. Der Kanadier wird sich vor allem um das abendliche Mannschaftstraining und die Spiele selbst kümmern.

„Es war eine schwere Zeit, so lange weg zu sein“, sagte Herbert. Nach der OP hielt er in unregelmäßigen Abständen Kontakt mit Perwas – vielleicht sogar öfter als ihm lieb war. So fädelte Herbert den Deal mit Kwame Vaughn ein, der den enttäuschenden Markel Starks auf der Point-Guard-Position ersetzte. Die Spiele seiner Mannschaft sah er sich entweder im Internet an, die Heimspiele ab und zu in der Ballsporthalle. Aber Herbert schaltete zwischendrin auch ab, flog in seine Wahlheimat Finnland zur Ehefrau und den beiden Söhnen sowie nach Kanada zu seinen Eltern. „Ich habe mich auf mein physisches und mentales Wohlbefinden fokussiert“, berichtet Herbert. Es war auch psychisch nicht einfach, gestand er ein. Er musste von 100 auf 0 zurückfahren, wobei der Sportpsychologe natürlich nie komplett weg vom Team war. Ans Aufhören habe er nie gedacht, versichert er. „Ich liebe was ich tue“, sagte Herbert. Und wenn sein Team gewinnt, dann erst Recht.

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