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Symptomatisch: Joe Rahon spielt gleich dem Gegner den Ball in die Hand.

Frankfurt Skyliners

Skyliners graben sich das eigene Loch

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Frankfurter Basketball-Bundesligist verliert nach schwachem dritten Viertel in Ludwigsburg 64:82 und beendet das Kalenderjahr 2019 als Tabellen-13.

Um bei den Riesen Ludwigsburg zwei Punkte entführen zu können, bedarf es einer außergewöhnlich guten Leistung. Skyliners-Cheftrainer Sebastian Gleim hatte vor der Partie beim zu Hause ungeschlagenen Tabellenzweiten gesagt: „Wir benötigen immer das Maximum, um ein Spiel gewinnen zu können.“ Von diesem Maximum war der hessische Basketball am Montagabend meilenweit entfernt. Nach einem miserablen dritten Viertel, das die Hessen 8:18 abgaben, verloren sie völlig verdient mit 64:82 (38:46) in Ludwigsburg.

Die Skyliners beenden mit 8:16 Punkten auf Rang 13 das Kalenderjahr 2019. Schon am Donnerstag (19 Uhr) müssen die Frankfurter Korbjäger nach Göttingen bevor die Gießen 46ers am Samstag (18 Uhr) zum Hessenderby in die Ballsporthalle kommen.

Nur zwei Spieler zweistellig

Die Zahlen sprachen gestern Bände: 22 zugelassene Offensivrebounds, nur 21 von 60 Würfen getroffen und den Gegner nur zu neun Ballverlusten gezwungen, waren die Hauptursache für die Niederlage. Und natürlich die sieben Minuten im dritten Viertel in denen die Skyliners ohne eigenen Punkt geblieben waren und sich so das eigene Loch gruben.

Dabei waren sie gestern zum ersten Mal in dieser Saison mit kompletten Kader angetreten. Akeem Vargas und Shaquille Hines waren nach ihren Verletzungen wieder dabei. Es wird aber noch einige Spiele dauern, bis sich die Rollen im Team neu verteilt haben. „Ich hoffe, es dauert nicht so lange“, sagte Richard Freudenberg.

Das große Problem der Hessen in dieser Saison ist, dass von den nur fünf von sechs möglichen ausländischen Spielern – mit Ausnahme von Lamont Jones (20 Punkte) – zu wenig Offensive kommt. Allen voran Kapitän Quantez Robertson (sechs Punkte), der nur drei von 14 Wurfversuchen traf und keinen seiner sechs Dreierversuchen. Damit ist er bei unterirdischen 20 Prozent in dieser Saison angelangt. Hines (3), Rahon (6) und Matthew McQuaid (0) waren offensiv keine Faktoren. Neben Jones traf nur Richard Freudenberg (14 Punkte) zweistellig. Bei Ludwigsburg waren es vier, darunter Thomas Wimbush mit 29 Zählern. Noch so ein Grund, warum die Hessen am Montagabend verloren.

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