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Trainer Gordon Herbert (hier beim Spiel in Vechta) war mit seinem Team hochzufrieden..

Eurocup

Skyliners gewinnen in Vilnius

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Die Basketballer der Frankfurt Skyliners feiern im dritten Spiel des Eurocups den zweiten Sieg.

Akeem Vargas ballte die Faust, dann schüttelte er dem Schiedsrichter die Hand und stand kurz darauf lächelnd im Kreise seiner Mannschaftskollegen. 70:61 (35:34) siegten die Frankfurt Skyliners am Mittwochabend beim litauischen Vertreter aus Vilnius im Eurocup und fuhren damit ihren zweiten Sieg im dritten Spiel im zweithöchsten europäischen Basketball-Wettbewerb ein. „Unsere Einstellung und unsere Intensität waren großartig“, lobte Gordon Herbert.

Der Cheftrainer hatte nach dem knappen  88:83-Erfolg in Vechta am Samstag in der Bundesliga  einzelne Spieler so deutlich wie selten einen Einlauf verpasst. Allen voran die Spielmacher Jason Clark und Trae Bell-Haynes sowie seine Flügelspieler Erik Murphy und Shawn Huff. So kam es nicht überraschend, dass für Clark plötzlich Garai Zeeb, der bislang überhaupt keine Rolle gespielt hat, in der Startformation stand und Huff für Murphy mitwirkte. Schnell stand es aus Sicht der Skyliners 2:10 und Herbert schickte Murphy auf das Parkett - und der reagierte, wie sich das für einen Profi gehört. Der 2,08-Meter-Mann führte die Skyliners mit acht Punkten zur ersten Führung (11:10) und wurde am Ende mit 23 Zählern bester Werfer der Partie. 

Geprägt wurde die lange Zeit enge Partie von der Defensive. Auf Frankfurter Seite war es Quantez Robertson, der mit fünf Ballgewinnen herausstach. Zudem verstanden es die Skyliners, den Litauern ihre große Stärken wegzunehmen: Die Schnellangriffe und den Dreipunktwurf. Nach 40 Minuten stand nur ein einziger Treffer von Außen für die Gastgeber zu Buche. Von den fünf Dreiern der Skyliners traf alleine Murphy vier. Sonst waren es vor allem Würfe in Korbnähe, die zum Erfolg führten - bis Jason Clark aufdrehte. 

Beim Stand von 42:48 zeigte der Spielmacher seine Qualitäten, als Scorer und erzielte meist aus der Mitteldistanz zehn Punkte in Folge für die Hessen, „Alle haben heute die richtige Reaktion gezeigt“, sagte Clark. Der 28 Jahre alte Neuzugang hatte bis zum gestrigen Spiel wenig überzeugt und überließ es dann im Schlussviertel Trae Bell-Haynes, die Akzente zu setzen. Sechs Punkte erzielte der 23-jährige Rookie mit starken Zügen zum Korb und sorgte so für die Entscheidung.

Während die Skyliners nur neun Ballverluste produzierten, bleiben die Offensivrebounds weiter das große Problem. Diesmal ließen die Hessen neun zu, woraus meistens einfache Punkte für die Litauer resultierten. Außerdem schafften die Frankfurter Korbjäger es nicht, Brady Heslip in Position zu bringen. Der Shooting Guard kam wie im ersten Bundesligaspiel gegen Ludwigsburg auf keinen einzigen Zähler in 20 Minuten. Gegen Göttingen in der Bundesliga muss das am Sonntag (15 Uhr) anders laufen.

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