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Abgeprallt: Tra Holder (r.) bleibt an Johannes Richter hängen.

Skyliners Frankfurt

Playoffs rücken weiter weg

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Die Skyliners verspielen die Chance auf die Top Acht aufzuschließen - 77:91 gegen Würzburg.

Quantez Robertson ist immer optimistisch. Egal, wie aussichtslos die Situation für die Frankfurt Skyliners erscheint, der Kapitän des hessischen Basketball-Bundesligisten glaubt immer noch, dass seine Mannschaft es in die Playoffs schaffen kann. Auch, und das gestand der Topscorer (20 Punkte) nach der 77:91 (29:41)-Niederlage gegen Würzburg ein, „wenn wir es uns viel schwerer gemacht haben als davor.“ Vier Punkte lagen die Hessen hinter dem Tabellenachten aus Würzburg und hätten den Rückstand auf zwei Punkte bei noch einem Spiel weniger verkürzen können. Stattdessen verharren die Skyliners auf Rang 13, jetzt mit sechs Zählern hinter den Unterfranken.

Wenngleich Akeem Vargas die Chancen auf das Erreichen der Top acht „genauso groß“ wie vorher einschätzt, schwinden die Erfolgsaussichten, die Saison noch positiv abzuschließen. Den Skyliners fehlt schlichtweg die Qualität, um so ein „Schlüsselspiel“ (Vargas) dann auch mal zu gewinnen. In dieser Spielzeit haben die Skyliners keine einzige Partie nach Rückstand zur Pause noch drehen können.

Dabei waren die Frankfurter Korbjäger im dritten Viertel nach einem 12:0-Lauf auf vier Zähler (44:48) rangekommen. Das Momentum schien - unterstützt von den 4400 Zuschauern in der Ballsporthalle – zugunsten der Skyliners zu kippen, doch die Würzburger übernahmen nach eklatanten Defensivschnitzern wieder das Ruder und schraubten die Führung auf 60:44 hoch. „Unser Fokus war fürchterlich und unser Teamplay war fürchterlich. Beides kam heute zusammen“, analysierte ein sichtlich enttäuschter Gordon Herbert.

Der Cheftrainer wähnte das Team nach zuletzt zwei Siegen in Göttingen und zu Hause gegen Jena weiter. Den nächsten Entwicklungsschritt haben die Skyliners nach den Pflichtsiegen gegen den 14. (Göttingen) und 16. (Jena) aber nicht vollziehen können. Würzburg spielte wie ein Playoffteam und nahm den Skyliners ihre Stärken – vor allem unter den Brettern. Die Center Leon Kratzer und Jonas Wohlfarth-Bottermann kamen nur auf vier beziehungsweise zwei Rebounds, das Reboundduell ging klar mit 26:33 verloren.

Gordon Herbert sah in der Niederlage eine „gute Lektion“ für seine Mannschaft. Am Mittwoch geht es weiter in Bayreuth (19 Uhr). Mindestens neun, eher zehn Partien müssen die Skyliners aus den nächsten zwölf gewinnen, um es in die Playoffs zu schaffen. Dafür müssten sich aber mehrere Spieler gewaltig steigern. Richard Freudenberg ist zwar erst 20, macht aber mehr schlechte als gute Spiele und kam auf keinen einzigen Zähler. Genauso wie Tra Holder (23), der extrem fahrig agiert und den Beweis bislang schuldig bleibt, warum Trae Bell-Haynes für ihn gehen musste. Auch Point Guard Tyler Larson sollte lieber mehr den Weg zum Korb suchen, als nur von der Dreierlinie zu schießen. Im Moment hat nur Quantez Robertson Playoffformat.

Eine Lizenz, um sich Qualität zu holen, haben die Skyliners noch. „Er müsste den Unterschied ausmachen können“, so Herbert. Dass sie so einen finden, ist genauso unwahrscheinlich wie das Erreichen der Playoffs.

Zum Spiel

Frankfurt: Robertson 20, Larson 16, Clark 13, Huff 8, Kratzer 7, Clarance 6, Wohlfarth-Bottermann 3

Würzburg: Richter 17, Hulls 15, Wells 13, Cooks 12, Bowlin 11, Koch 11, Oliver 6, Hoffmann 6

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