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Alles im Griff: Center Jonas Wolfarth-Bottermann.

Basketball-Bundesliga

Stressfreier Abend für die Skyliners

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Der Frankfurter Basketball-Bundesligist schlägt zu Hause Jena mühelos mit 83:69.

Vor dem Spiel gegen Science City Jena musste Gordon Herbert Ballast loswerden. Mit einer vollbepackten grünen Einkaufstasche schritt der Kanadier in den Frankfurter Fanblock und übergab sie mitsamt Inhalt einer Frau, die für den Skyliners-Cheftrainer Plätzchen backt. Die angesammelten Dosen bekam die Bäckerin am Mittwochabend mit einem lieben Dank und einem Lächeln nun endlich zurück. Für die Gäste aus Thüringen gab es von Herbert hingegen nicht mehr als einen feuchten Händedruck nach der Schlusssirene und die besten Wünsche für den Kampf um den Klassenerhalt.

Eine „solide Leistung“ (Leon Kratzer) des hessischen Basketball-Bundesligisten reichte gestern im Nachholspiel völlig aus, um den Tabellen-16. mühelos 83:66 (37:25) vor nur 1500 Zuschauern in der Ballsporthalle zu besiegen. Es war der zweite Sieg nacheinander, am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenachten Würzburg soll der dritte folgen, um den Abstand auf die Playoffränge weiter zu verkürzen. Mit 18:24 Punkten liegen die Skyliners auf Rang 13, sechs Zähler hinter Würzburg. Eine wegweisende Partie.

Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase enorm schwer, ihre Würfe zu treffen. Nach dem ersten Viertel (14:13) hatten die Skyliners, bei denen Shawn Huff nach Hüftproblemen wieder mitwirken konnte, lediglich einen von acht Dreipunktversuchen getroffen. In den zweiten 20 Minuten drehte dann der zuletzt schon bärenstarke Leon Kratzer mit einem Double-Double (zehn Punkte, elf Rebounds) auf, erzielte sechs Punkte in Folge (20:15) und machte unter den Brettern wieder einen guten Job. Insgesamt holten die Hessen 20 Offensivrebounds. Centerkollege Jonas Wohlfarth-Bottermann, der in den vergangenen Partien etwas geschwächelt hatte, schrammte knapp am Double-Double vorbei (neun Punkte und zwölf Rebounds). Bester Werfer war Tyler Larson mit 18 Punkten.

Akeem Vargas‘ zwei verwandelte Dreier (26:15) waren dann der Dosenöffner für die Hessen, die diesen Vorsprung konservieren und später gegen das älteste Team der Liga noch ausbauen konnten. Allerdings machten es sich die Skyliners ob der 65:49-Führung (29.) in der Komfortzone zu gemütlich. Ballverluste und etwas Druck der Gäste ermöglichten es Jena, noch einmal auf sieben Zähler (61:68/33. Minute) ranzukommen. „In den kritischen Phasen haben wir die richtigen Antworten gefunden“, befand Jonas Wohlfarth-Bottermann.

Damit konnte auch Gordon Herbert zufrieden sein. „Wir haben das getan, was wir zu tun hatten“, sagte er: „Unser Einsatz war überragend.“ Und er konnte sich zu Hause auf eine neue Dose Kekse freuen.

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