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Jason Clarke (rechts) erzielte die meisten Punkte für die Skyliners.

Basketball-Bundesliga

Skyliners in eigener Halle vorgeführt

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Frankfurter Basketballer unterliegen Rasta Vechta 80:100.

Eigentlich wollten die Skyliners nach ihrem Trainingslager Ende Februar auf Mallorca eine Siegesserie in der Basketball-Bundesliga starten. Sie fühlten sich nach sechs Tagen auf der Baleareninsel gut gerüstet, um nochmal einen Angriff auf die Playoffplätze zu starten. Einen Monat später müssen die Hessen jedoch eingestehen, dass sie nicht gut genug für einen Platz unter den Top acht der BBL sind. Am Freitag wurden die Skyliners vom Überraschungsteam der Liga aus Vechta regelrecht vorgeführt. Der Tabellendritte siegte mit 100:80 vor 3500 Zuschauern in der Ballsporthalle.

Die Skyliners sind gefangen in einer Achterbahnschleife, aus der sie nicht herausgekommen. Einem gutem Spiel folgt meist ein schlechtes. Mehr als zwei Ligasiege in Folge gab es für den Tabellen-13. in dieser Saison nicht. Konstanz sieht anders aus. Aus den letzten zehn Spielen bräuchten die Hessen mindestens acht, eher neun Siege. Dieses Team wird dazu jedoch nicht in der Lage sein, weil es ihm an zu vielen elementaren Dingen mangelt.

Erstens eine konstant gute Defensive. Anfang Januar hatte sich Quantez Robertson einmal Luft gemacht. „Wir können niemanden stoppen. Wir kassieren zu viele Punkte - Tag ein, Tag aus.“ Mittlerweile sind drei Monate vergangenen, wirklich viel geändert hat sich an der Analyse vom Kapitän der Frankfurt Skyliners nichts. Vechta machte gestern mit den Hessen, was die Gäste wollten. Zweitens fehlen in der Offensive Spieler, die den Unterschied ausmachen. Bis auf Jason Clark (27 Punkte) und Robertson (17) traf niemand zweistellig. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel mit neun Führungswechseln lagen die Hessen nach zwölf Minuten zweistellig zurück (24:34), liefen fortan nur noch hinterher und brachen ab der 25. Minute komplett ein.

Das einzig Positive aus Frankfurter Sicht war das Comeback von Niklas Kiel nach 316 Tagen. Der 21-Jährige hatte im Sommer seine dritte Gehirnerschütterung innerhalb weniger Monate erlitten, und es war überhaupt fraglich, ob der 2,07-Meter-Mann seine Karriere fortsetzen konnte. Er könnte eine Zukunft haben, dieses Skyliners-Team hat es nicht.

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