Frankfurt Skyliners

Skyliners erreichen zweite Runde des Eurocups

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Die Skyliners besiegen Vilnius 65:63 und ziehen in die zweite Runde des Eurocups ein.

Brady Heslip schaute Shawn Huff breit grinsend an. Während der finnische Teamkollege ihm mit beiden Fäusten zujubelte, war der Kanadier in erster Linie erleichtert über den knappen 65:63-Erfolg der Frankfurt Skyliners gegen Vilnius. „Wir sind eine Runde weiter, das war eines unserer Ziele vor der Saison“, sagte der 28-Jährige nach dem fünften Sieg im achten Eurocup-Spiel. Bei noch zwei ausstehenden Partien sind die Hessen sicher in der zweiten Runde, die ab dem 2. Januar nächsten Jahres beginnt.

Zu diesem Sieg am Mittwochabend vor 2000 Zuschauern in der Ballsporthalle war es ein steiniger Weg. Mal wieder. Das lag auch an Brady Heslip. „Die erste Halbzeit war sehr, sehr schlecht, insbesondere von mir“, erklärte der Kanadier. Zu Beginn des zweiten Viertels verlor der Shooting Guard innerhalb von knapp 30 Sekunden drei Mal den Ball, ehe ihn Cheftrainer Gordon Herbert erlöste und auf die Bank setzte. „Ich habe mir in der Halbzeit gesagt, dass es so nicht weitergeht“, erzählte Heslip. Das galt für das gesamte Team, bei denen Neuzugang Leon Kratzer ein gelungenes Debüt bei 16 Minuten Einsatzzeit feierte. 

Im zweiten Viertel kassierten die Skyliners einen 0:14-Lauf (13:30) und mussten, wie so häufig, einem Vorsprung hinterherlaufen. Erneut taten besonders die vielen Ballverluste weh, in der ersten Hälfte waren es deren zwölf. Dass sie es besser können, zeigten sie in der zweiten Hälfte. „Da haben wir den Ball gepasst, geteilt und gute Blicke auf den Korb bekommen“, analysierte Trae Bell-Haynes, mit 14 Punkten bester Skyliners-Schütze zusammen mit Jason Clark. Schritt für Schritt kamen die Skyliners ran, bis Clark die Partie zum 44:43 drehte. Im Schlussviertel schlug die Stunde von Brady Heslip.

Während er zuvor ohne Punkte geblieben war, erzielte er nicht nur acht Zähler, sondern zeigte auch in der Verteidigung starken Einsatz und eroberte Bälle. „Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit in der zweiten Halbzeit bekommen habe“, sagte Heslip. Vergangene Woche gegen Malaga und gegen Gießen am Samstag erlebte er die letzten Minuten immer nur von der Bank. Am Sonntag hatte sich Gordon Herbert seinen Landsmann ins Büro bestellt und ihm klargemacht, dass er so nicht weiterspielen dürfe. „Ich muss mich auf jeden Spielzug fokussieren. Das werde ich von jetzt an tun“, gab sich Heslip geläutert. 

Die Partie entschied der stetig an Selbstvertrauen gewinnende Bell-Haynes. 3,4 Sekunden vor Schluss wurde er beim Korbversuch gefoult, er traf beide Freiwürfe zum 65:63. Der letzte litauische Angriff trudelte aus dem Ring. Danach hatten alle Skyliners-Spieler Grund zur Freude.

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