Frankfurt Skyliners

Skyliners-Drama in Oldenburg

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Die Frankfurter Korbjäger verlieren wie gegen Crailsheim erneut nach Verlängerung - diesmal 81:85 in Oldenburg.

Lamont Jones hatte das Beste aus der Situation gemacht. Bei noch drei Sekunden in der Verlängerung zu spielen, zog der Shooting Guard der Frankfurt Skyliners bei seinem Dreierversuch ein Foul und durfte drei Mal an die Freiwurflinie. Es war klar: beim Stand von 80:83 in Oldenburg musste er alle drei treffen, um zumindest die Chance auf die zweite Verlängerung zu wahren. Den ersten traf der US-Amerikaner, der zweite hüpfte vom Ring daneben.

Jetzt musste er den dritten mit Absicht daneben setzen und ihn irgendwie wieder in die eigenen Hände bekommen. Er warf den Ball an den Ring, stürzte nach vorne, doch der Schiedsrichter pfiff Jones sofort zurück. Er war zu früh über die Freiwurflinie getreten. Oldenburg nahm eine Auszeit, Liga-Veteran Rickey Paulding ging nach einem Foul von Joe Rahon an die Freiwurflinie und machte mit seinen Punkten 22 und 23 alles klar. Am Ende hieß es 85:81 für Oldenburg. Für die Skyliners war es nach dem 81:83 gegen Crailsheim die zweite Niederlage nach Verlängerung innerhalb von etwas mehr als 48 Stunden.

Die Skyliners hatten toll begonnen, die erste Halbzeit klar dominiert und mit 45:32 geführt. Zehn Dreier und 15 Assists waren den Hessen in den ersten 20 Minuten gelungen. Doch im dritten Viertel brachen die Skyliners wie so oft in dieser Saison ein. „Passt den verdammten Ball und hört auf mit den Schiedsrichtern zu reden“, brüllte Skyliners-Cheftrainer Sebastian Gleim seine Spieler in der Auszeit an. Gerade eben waren die Gastgeber mit 54:52 (29. Minute) in Führung gegangen. Lediglich neun Minuten hatten die Niedersachsen gebraucht um einen 13-Punkte-Rückstand zu drehen. Gleim musste sich wie im falschen Film vorgekommen sein. Vor drei Wochen hatten die Hessen mit 14 Punkten zur Pause gegen Oldenburg in Front gelegen und die Partie am Ende klar mit 74:87 verloren. Dieses Mal zeigte die Ansprache von Gleim aber Wirkung und die Hessen hielten die Partie offen.

Doch wie schon gegen Crailsheim vergaben die Skyliners in Person von Quantez Robertson bei 71:71-Gleichstand den letzten Wurf. In der Verlängerung ging der vorletzte Wurf warum auch immer an Joe Rahon statt einen der starken Schützen auf dem Feld freizuspielen. Und am Ende schaffte es Jones nicht seine drei Freiwürfe im Korb unterzukriegen.

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