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Drehte wie alle Skyliners-Spieler auf: Shaquille Hines (r.). 

Frankfurt Skyliners

Skyliners-Comeback im Schlussviertel

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Die Frankfurt Skyliners drehen nach drei schwachen Viertel die Partie beim Mitteldeutschen BC mit viel Kampf und Willen. Beim 99:92-Sieg in Weißenfels war LaMont Jones einmal mehr Topscorer mit 26 Punkten.

Wenn man zur Halbzeit 50 Punkte kassiert, wird es schwierig ein Spiel zu gewinnen.“ Diesen Satz hat Akeem Vargas vergangenen Sonntag nach der 74:88-Niederlage der Frankfurt Skyliners gegen Bayreuth gesagt. 51 waren es in den ersten 20 Minuten gegen die Oberfranken vor sechs Tagen. Am gestrigen Freitagabend waren es zur Pause genau 50 Zähler, diesmal beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels. Und drei Viertel lang sah es so aus, als würden Vargas und Co die fünfte Pleite im siebten Ligaspiel kassieren. Doch mit einer unglaublichen Aufholjagd in den letzten zehn Minuten haben die Skyliners ihren dritten Sieg eingetütet. 99:92 hieß es nach 40 gespielten Minuten. 33:13 endete das Schlussviertel zugunsten der Skyliners.

PunkteFrankfurt: Jones 26, Kratzer 14, Robertson 12, McQuaid 11, Vargas 11, Hines 11, Freudenberg 9

MBC: Micovic 18, Warren 16, Jackson 16, Gbinue 15, Kajami-Keane 8, Brembly 5, Kerusch 5

„Wir wollten nicht verlieren“, lieferte Topscorer Lamont Jones (26 Punkte) die simple Erklärung, warum die Hessen dieses Spiel gedreht haben. Wie ein taumelnder Boxer fanden die Skyliners mit Aggressivität und Willen wieder zurück ins Spiel - und mit einigen geschickten Schachzügen von Cheftrainer Sebastian Gleim. Einer davon war Matthew McQuaid in der kritischen Phase, als der MBC auf 15 Punkte (64:79) davongezogen war, ins kalte Wasser zu werfen. Der Rookie hatte bis zur Mitte des dritten Viertels keine einzige Sekunde auf dem Parkett gestanden. Innerhalb von vier Minuten erzielte er zwischen dem dritten und dem Schlussviertel elf Zähler und brachte die Skyliners wieder ran (71:79) - und als Quantez Robertson (12 Punkte) dann auch noch einen Dreier traf (74:79) kehrte endgültig der Glaube zurück.

Skyliners mit klarer Steigerung

Fortan spielten die Skyliners wie ein Team, dass vom Sieg felsenfest überzeugt ist. Mal mit einer kleineren Formation, mal mit 2,12-Meter-Mann Leon Kratzer unter dem Korb, der nach seiner Zerrung im Spiel gegen Bayreuth wieder fit war. Alle Elemente des Offensivspiels waren plötzlich zu sehen. Pässe nach innen Kratzer (14 Punkte), gut herausgespielte Würfe von Shaquille Hines (11) Akeem Vargas (11) und am Ende Nervenstärke an der Linie von Richard Freudenberg (9). In der Verteidigung wurden die Dreier endlich besser gegen die Weißenfelser Scharfschützen verteidigt.

„Ich bin nicht zufrieden mit den ersten drei Vierteln von uns. Wir können heute ein Stück weit glücklich sein, als Sieger nach Hause fahren zu können“, sagte Gleim. Was noch besonders haperte war die Integration von Anthony Hickey. Der Spielmacher durfte nur 6:32 Minuten ran und zeigte, dass er noch sehr weit weg vom Team nach seiner zweimonatigen Verletzungspause ist. Im Gegensatz zum Spiel in Bayreuth, verzichtete Gleim darauf, Hickey weitere Minuten zu geben, sondern setzte auf den Rest des Teams. Mit Erfolg.

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