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Skyliners zeitweise vorgeführt

Schrecklich verteidigt

  • Jan Szyszka
    VonJan Szyszka
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Weil sie in der Defensive extrem anfällig agieren, werden die Skyliners in Tübingen zeitweise vorgeführt. Am Ende steht für die Frankfurter die bislang höchste Niederlage in der laufenden Saison der Basketball-Bundesliga. Von Jan Szyszka

Einen kleinen Seitenhieb konnte sich Steven Wright dann doch nicht verkneifen. "Wir waren aggressiv", sagte der Aufbauspieler der Tigers Tübingen und erklärte damit indirekt, warum die Skyliners Frankfurt am Sonntagabend mit 70:91 (38:39) die bislang höchste Niederlage in der laufenden Saison der Basketball-Bundesliga einstecken mussten.

Denn eben jene Eigenschaft, die im gar nicht mehr so körperlosen Spiel als Grundvoraussetzung gilt, hatten die Hessen vor allem in der zweiten Halbzeit vermissen lassen. Lethargie und Frust dominierte dabei nicht erst auf dem Weg in die Kabine, schon in den letzten Minuten des Spiels wirkte die Mannschaft von Trainer Murat Didin so, als wenn sie sich längst aufgegeben hätte. "Wir haben unglaublich soft gespielt und schrecklich verteidigt", klagte Co-Trainer Engin Gencoglu.

Diplomatischer äußerte sich Kamil Novak. Der Sportdirektor der Skyliners sprach von einer "bitteren Niederlage". Zudem verwies er auf das Hinspiel, das die Frankfurter im Oktober noch nach einer Galavorstellung mit 98:66 gegen Tübingen gewonnen hatten: "Damals lief bei Tübingen gar nichts, und bei uns klappte alles. Diesmal war es umgekehrt."

Die erste Halbzeit hatte für die insgesamt fahrig wirkenden Skyliners indes noch gut begonnen. Das Konzept - mit hohem Tempo und kleinen Spielern - ging auf: Pascal Roller und Aubrey Reese trafen hochprozentig von der Dreierlinie, während Quantez Robertson, der dritte Guard im Spiel der Skyliners, in der Verteidigung für Ballgewinne sorgte. Im dritten Viertel war es damit aber vorbei. Tübingen, das mit dem Erfolg gegen die Skyliners seinen sechsten Sieg hintereinander feierte, setzte sich schnell auf 53:43 ab; eine Aufholjagd der Frankfurter zum 52:55 (28.) entpuppte sich als Strohfeuer. Bereits nach drei Minuten im Schlussviertel waren die Tigers auf 72:54 davongezogen. Es war die Vorentscheidung - denn anders als im bisherigen Saisonverlauf üblich, kam die Skyliners nicht mehr zurück.

Im Gegenteil: Die zuletzt homogen wirkende Mannschaft ließ sich phasenweise vorführen. Im eigenen Angriff wirkten die Skyliners ideen- und planlos, vor den Körben agierten sie hilflos gegen die sich in einen kleinen Rausch spielenden Tübinger. Mit schnellen Pässen zog der überragende Aufbauspieler Branislav Ratkovica (14 Assists) das Spiel auseinander. Neben dem Dreierexperten Dane Watts (23 Punkte) profitierten davon vor allem die Hünen Romeo Travis (16) oder Aleksandar Nadjefeji (10) unter den Körben. "Tübingen hat einfach richtig gut gespielt", sagte Novak.

Kein Einfluss auf den Einkauf

Auf der anderen Seite waren die Skyliners aber auch schwach. Derrick Allen und Seth Doliboa standen in der Defensive oft falsch oder kamen zu spät. Missverständnisse sorgten am Ende gar dafür, dass Tübinger Spieler komplett ungedeckt unter dem Skyliners-Korb auftauchten. Der Offenbarungseid der Frankfurter Center hat aber wohl keinen Einfluss auf künftige Personalentscheidungen. Die Skyliners wollen als Ersatz für den abgeschobenen Flügelspieler Quaarran Calhoun einen weiteren Aufbauspieler verpflichten. Eine große Lösung in Form eines neuen Centers gilt aus finanziellen Gründen als ausgeschlossen. "Wir werden diese Entscheidung auch nicht von einem einzigen Spiel abhängig machen", sagt Novak.

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