+
Bislang keine Hilfe für die Frankfurt Skyliners: Point Guard Daniel Schmidt.

Frankfurt Skyliners

Schon wieder den Faden verloren

  • schließen

Die Skyliners suchen nach der Pleite in Bonn Ersatz für verletzten Guard Hickey und hoffen am Sonntag gegen die übermächtigen Bayern auf ein kleines Basketballwunder.

Auch einen Tag nach der bitteren 76:77-Niederlage in Bonn machte Sebastian Gleim seinem Team keinen großen Vorwurf. „Ich war mit neun von zehn Punkten zufrieden“, sagte der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners. Das einzige, was er kritisierte waren die 26 Ballverluste, die einen möglichen Sieg am Mittwochabend zunichte machten. Ein paar Ballverluste weniger, zwei oder drei offene Dreier mehr getroffen, und die Hessen hätten ihr erstes Basketball-Bundesligaspiel in dieser Saison locker gewonnen und wären mit einem positiven Erlebnis in das schwerste Spiele der Saison gegangen: Am Sonntag (15 Uhr) kommt Meister Bayern München in die Ballsporthalle.

Die Partie in Bonn erinnerte unweigerlich an das Pokal-Aus am vergangenen Sonntag gegen Göttingen (74:77). In beiden Spielen verloren die Skyliners im Schlussviertel den Faden. Mit Anthony Hickey, davon kann man ziemlich sicher ausgehen, hätten die Frankfurter Korbjäger beide Partien für sich entschieden. Der Spielmacher wird wegen eines Muskeleinrisses im Fuß jedoch vier weitere Wochen fehlen, wie die Untersuchung am Dienstag ergab. Seine Schnelligkeit und seine Kreativität sind nicht zu ersetzen, sodass die Skyliners reagieren müssen.

„Wir schauen jetzt was der Markt hergibt“, sagt Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter. Gleim hat bereits ein paar Spieler angeschrieben, „die uns sofort weiterhelfen würden“, aber die richtig Guten stehen woanders unter Vertrag oder hoffen noch auf einen Platz bei einem Topteam und wären ohnehin nicht bezahlbar.

In Abwesenheit von Hickey trägt Lamont Jones die Hauptlast des Frankfurter Angriff- und Aufbauspiels. Gegen Bonn war er nicht nur als Scorer wie gegen Göttingen (28 Punkte) im Fokus, sondern kreierte auch für seine Mitspieler (16 Punkte und neun Assists). Back-up-Spielmacher Daniel Schmidt ist noch überhaupt nicht in der Saison angekommen. In Bonn verteilte er zwar zwei Assists und klaute zweimal den Ball, aber verlor ihn auch viermal, sammelte vier Fouls und spielte deshalb nur 7:45 Minuten. Auch Quantez Robertson leistete sich fünf Ballverluste.

Sonntag gegen die Bayern

Was gut funktionierte, war das Zusammenspiel. Insgesamt 23 Assists verteilten die Skyliners. Vor allem Leon Kratzer profitierte davon. Der Center kam auf 20 Punkte und elf Rebounds. Ein Manko blieb wie gegen Göttingen die fehlende Treffsicherheit von Außen. Akeem Vargas traf nur einen von sieben Versuchen, Robertson zwei von sieben. In der Schlussphase versagten zudem Shaquille Hines (eins von vier) und Leon Kratzer (vier von acht) an der Freiwurflinie die Nerven. „Wir müssen uns weiter steigern“, forderte Gleim. Das Team ziehe im Training voll mit, spiele intensiv und stehe zusammen. Das sind schon mal gute Voraussetzungen.

Gegen den FC Bayern, weiß Gleim, „brauchen wir eine außergewöhnliche Leistung“ und die Münchener „müssen mit dem falschen Fuß aufgestanden sein. Wenn dieser besondere Tag kommen sollte, werden wir da sein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion