Bremerhaven : Skyliners 76 : 85

Roller führt die Skyliners zum Sieg

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Der Frankfurter Basketballer Pascal Roller zeigt sein bestes Saisonspiel.

Lange war Pascal Roller auf der Suche gewesen. Die alte Form, das zielgenaue Händchen - all die Eigenschaften, die den Spielmacher der Skyliners zu einem der besten deutschen Basketballer hatten werden lassen, schienen seit seiner Rückkehr nach Frankfurt verschwunden. Kritik prasselte auf den 31-Jährigen ein: Roller spiele zu langsam, das Auslandsjahr in Biella habe ihm nicht gut getan, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Verrückt machen ließ Roller sich davon nicht. "Wartet einfach mal ab. Wenn ich ein, zwei Würfe mehr treffe, sieht es gleich ganz anders aus", hatte er noch vor der zweiwöchigen Winterpause der Basketball-Bundesliga gesagt. Am Sonntag hat der Aufbauspieler Wort gehalten: Beim 85:76 (43:36) Sieg der Skyliners in Bremerhaven war Roller der Matchwinner der Skyliners, der 25 Punkte und sechs Assists erzielte. "Das war unzweifelhaft sein bestes Spiel in dieser Saison", lobte Sportdirektor Kamil Novak.

In der ersten Halbzeit war es vor allem Rollers zurückgekehrter Treffsicherheit zu verdanken, dass die Skyliners trotz enormer Reboundunterlegenheit (43:28 Rebounds für Bremerhaven) das Spiel offen gestalteten. Insgesamt traf er sechs von acht Drei-Punkte-Würfen. "Ich habe am Samstag noch einmal Extra-Wurftraining mit Co-Trainer Steven Clauss gemacht - vielleicht hat sich das ausgezahlt", erzählte Roller.

Fünf Punkte steuerte Roller während eines 12:0-Laufs der Skyliners Anfang des zweiten Viertels bei, mit dem die Frankfurter einen 21:24-Rückstand umbogen und der Partie die Wende gaben. Den Vorsprung bauten sie im dritten Viertel weiter aus und zogen gegen den Playoff-Mitkonkurrenten auf 57:43 (27.) davon. Mit dem verdienten Auswärtssieg beendeten sie eine Serie von zuletzt sechs Niederlagen hintereinander.

Wenn es nach Trainer Murat Didin geht, soll der Erfolg in Bremerhaven eine Initialzündung für die nächsten Wochen werden: Der Türke hat aus den kommenden vier BBL-Spielen gegen Ulm, Paderborn, Trier und Jena weitere Siege gefordert. Eine wichtigere Rolle dürfte dann auch der neuverpflichtete Center Ken Johnson einnehmen. In Bremerhaven wurde der 2,10 Meter große US-Amerikaner bei seinem Debüt in der BBL den Erwartungen nicht gerecht. In mehr als 18 Minuten Spielzeit kam Johnson nur auf vier Punkte und drei Rebounds.

Die Statistik: Beste Werfer: Haryasz (27), Guinn (15), Brown (12) Timermanis (11) für Bremerhaven - Roller (25), Allen (20), Evtimov (14) und Archibong (11) für Frankfurt. - Zuschauer: 3260.

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