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Skyliners jubeln

Mit der Notlösung alles richtig gemacht

  • Jan Szyszka
    VonJan Szyszka
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Ein unerwarteter Drei-Punkte-Wurf von Abwehrspezialist Quantez Robertson sichert den Skyliners in letzter Sekunde den Sieg. Von Jan Szyszka

Der Finger zeigte nach oben. Quantez Robertson spurtete Richtung Mittellinie. Weit kam der Guard des Basketball-Bundesligisten Skyliners Frankfurt aber nicht. Schnell hatten ihn seine Mitspieler eingeholt. Jeder grinste, schrie, jubelte - und suchte Robertson, den Matchwinner, der inmitten der gratulierenden Massen kaum noch zu sehen war. Wenige Augenblicke zuvor hatte der US-Amerikaner Bemerkenswertes geleistet. In der letzten Sekunde der Verlängerung hatte "Tez" per Dreier zum 70:67 (27:28, 57:57) der Skyliners in Düsseldorf getroffen.

"Buzzerbeater" heißt ein solcher Wurf im Basketball-Jargon. Und ein solcher Buzzerbeater hat Seltenheitswert. Ganz besonders für Quantez Robertson. Dessen Qualitäten sind eher in aggressiver Verteidigung zu finden. Folgerichtig war der Dreier in letzter Sekunde auch nur eine Notlösung. Nachdem der weiter von einer Oberschenkelverletzung gehandicappte Aubrey Reese gleich von vier Düsseldorfern angegriffen worden war, kam der Ball zu Robertson - als letzte Option. In 45 Minuten zuvor hatte Tez keinen einzigen Dreier genommen. Nun musste er. "Ich wusste die Zeit läuft ab und musste schnell werfen. Aber ich hatte das Selbstvertrauen, dass der Wurf reingeht", freute sich Robertson.

"Für einen Rookie, der zum ersten Mal in Europa ist, ist das eine erstaunliche Leistungsentwicklung", lobte denn auch Trainer Murat Didin den 24-Jährigen. Noch eine Stufe wichtiger ist Didin aber die Belohnung für die Mannschaft: "Sie hat großartig gekämpft und als Team Charakter bewiesen." Kritik stellte Didin hinten an. Gründe dazu gab es: Gegen die nun sechs Spiele hintereinander sieglosen Düsseldorfer hätten die Skyliners schon vor der Verlängerung das Spiel entscheiden müssen. Angeführt vom starken Seth Doliboa (14 Punkte, 13 Rebounds) führten sie 50 Sekunden vor Schluss mit 56:52 und hatten Ballbesitz.

Ein übermotivierter Dreier vom schwachen Jimmy McKinney und ein Fehlpass von Robertson brachten Düsseldorf wieder ins Spiel. Als dann auch noch Reese nur einen von zwei Freiwürfen traf, kamen die Giants drei Sekunden vor Schluss durch Marc-Antonio Carter per Dreier zum 57:57. Fehlerketten wie diese, die Didin auf "fehlende Erfahrung" zurückführt, lassen ihn sonst für Tage zürnen.

Nicht so in Düsseldorf: Das positive Ende in der Verlängerung war ein Grund - die Vorgeschichte am Samstagmittag ein anderer. Kapitän Pascal Roller musste wegen eines Gripperückfalls kurzfristig abreisen. Didin griff zum Telefon und beorderte Reese, den die Skyliners wegen seiner anhaltenden muskulären Probleme in Frankfurt gelassen hatten, nach Düsseldorf. Gegen 11.30 Uhr fuhr der US-Amerikaner mit dem ICE ins Rheinland. Knapp dreieinhalb Stunden später stand er auf dem Parkett und erzielte 14 Punkte. "Ein absoluter Vollprofi", lobte Didin. Der Kurztrip könnte allerdings Folgen haben. Didin rechnet damit, dass Reese in dieser Woche wieder kürzer treten muss.

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