Skyliners

Neuformiert ins Spiel des Jahres

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Frankfurt Skyliners stehen im Pokal-Halbfinale gegen Berlin. Pünktlich zum Top-Spiel kehren Verletzte zurück - und neue Gesichter auf dem Feld.

Nach Wochen des Frusts überwiegt bei Gordon Herbert wieder der Optimismus für die nächsten Aufgaben. „Es geht nicht darum, wie du startest, sondern wie du es beendest“, sagt der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners. Vor dem vorläufigen Spiel des Jahres am Sonntag (15 Uhr) im Pokal-Halbfinale gegen Alba Berlin in der Ballsporthalle haben sich mit der Rückkehr von Center Jonas Wohlfarth-Bottermann und des für morgen erwarteten Comebacks von Verteidigungsspezialist Akeem Vargas nicht nur die Verletzungssorgen entspannt. Die Skyliners haben auch endlich das Vakuum auf den Guard-Positionen gefüllt.

Bereits am Donnerstag verpflichtete der hessische Basketball-Bundesligist Combo-Guard Tyler Larson (1,91 Meter) bis Saisonende. Am Freitag stieß Aufbauspieler Tra Holder (1,85 Meter) zum Team. Damit dürfen die Skyliners in dieser Saison nur noch einmal nachverpflichten. Larson stand zuletzt in Russland bei Perm unter Vertrag und ist voll im Saft. Holder hingegen, der von Eurocup-Vorrundengegner Turin bis Saisonende ausgeliehen wird, hat wegen einer Schulterverletzung keine einzige Partie absolviert. Der 23-Jährige hat aber eine hervorragende Ausbildung an der Arizona State University genossen und erzielte 18,2 Punkte in seinem letzten Collegejahr. 

Ein Ausländer muss gehen

Die Partie gegen Berlin wird also eine ziemliche Wundertüte. Larson und Holder werden im Schnelldurchlauf die wichtigsten Spielzüge kennenlernen und dann ins kalte Wasser geworfen - mit ungewissem Ausgang. Der Vorteil: Auch Alba Berlin wird sich kaum auf die beiden Neuen einstellen können.

In den vergangenen Partien hat Kapitän Quantez Robertson den Spielaufbau in Abwesenheit vom verletzten Trae Bell-Haynes (Bänderriss) übernommen. Jason Clark spielt fast ausschließlich nur noch als Shooting Guard, obwohl er als Point Guard geholt wurde. Shooting Guard Brady Heslip wechselte Anfang der Woche in die Türkei.

Mit den beiden Neuen haben die Skyliners nun acht Ausländer im Kader. Sechs dürfen in der Bundesliga und im deutschen Pokal im Zwölfer-Kader stehen. Von einem werden sich die Skyliners sicher noch trennen. Fragt sich nur wann und wen es treffen wird? Da Bell-Haynes mit einem Bänderriss noch bis Ende des Monats ausfällt, können sich die Hessen ganz in Ruhe ansehen, ob Holders Schulter den Belastungen standhält und die erhoffte Verstärkung ist. Falls er es ist, werden sich entweder Bell-Haynes oder Clark einen neuen Klub suchen müssen. Letzterer hat als Shooting Guard ein paar gute Spiele gezeigt, ist aber defensiv eigentlich nicht gut genug. Der Achte im Bunde, Elijah Clarance, wird wieder in der zweiten Mannschaft, in der drittklassigen Pro B spielen.

Der ganze Fokus richtet sich jetzt aber auf Berlin. „Unser Einsatz war in den letzten zwei Spielen gegen Top-Mannschaften wie München und Lyon gut“, sagt Coach  Gordon Herbert. Der Kanadier hat 2004 die Meisterschaft und 2016 den Fiba Europe-Cup nach Frankfurt gebracht. Beim Pokalsieg im Jahr 2000 stand Stefan Koch an der Seitenlinie. Morgen hat Gordon Herbert die Möglichkeit, einen wichtigen Schritt zu machen, um seine Trophäensammlung zu komplettieren. 

Auch wirtschaftlich würde es sich für die Skyliners rentieren: Der Finaleinzug würde 100 000 Euro bringen – und bei einem Pokalsieg würde es die gleiche Summe noch mal obendrauf geben. Ein lohnender Anreiz. 

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