Frankfurt Skyliners

Neues Jahr, alte Probleme für die Skyliners

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Frankfurter Korbjäger verlieren 77:89 in Göttingen und stehen vor dem Hessenderby gegen die Gießen 46ers gewaltig unter Druck.

Die Frankfurt Skyliners kommen in der Basketball-Bundesliga (BBL) nicht raus aus dem Tabellenkeller. Im ersten Spiel des neuen Jahres kassierten sie in Göttingen eine 77:89 (43:41)-Niederlage und damit die dritte in Folge und schon die neunte im 13. Spiel. Damit stehen sie vor dem Hessenderby gegen die punktgleichen Gießen 46ers am Samstag (15 Uhr) in der Ballsporthalle gewaltig unter Druck. Auf die Playoffs brauchen die Skyliners in dieser Verfassung ganz sicher nicht schielen, der Tabellenletzte Weißenfels steht nur vier Zähler hinter ihnen.

Cheftrainer Sebastian Gleim hatte von seinem Team nach dem schlechten Spiel am Montag in Ludwigsburg (64:82) gefordert, etwas gutzumachen. Besser ausboxen, härter spielen, mental, wie physisch, lautete die Losung des 35-Jährigen. Das besser ausboxen funktionierte wieder mal gar nicht. Wie in Ludwigsburg ließen die Skyliners auch in Göttingen zu viele Offensivrebounds zu, insgesamt 14. Dazu kamen unterirdische 20 Ballverluste. Und wie schon am Montag brachen die Skyliners im dritten Viertel offensiv ein. In fast jeder Partie dieser Spielzeit muss Gleim seiner Mannschaft einschärfen: „Bewegt den Ball!“. Warum auch immer, stellt sein Team ab einem gewissen Zeitpunkt das nämlich ein und damit wird in der Regel die Niederlage eingeläutet. Alleine neun der 20 Ballverluste kamen im dritten Viertel.

Von der einst gefürchteten Defensivstärke ist nichts mehr zu sehen. Kyan Anderson konnte in der zweiten Halbzeit machen was er wollte, erzielte 35 Punkte. In der Offensive fehlt den Hessen ein weiterer go-to-guy. Lamont Jones (13 Punkte) ist zwar noch zweitbester Scorer in der BBL, aber wenn er gedoppelt wird, geht beim US-Amerikaner gar nichts. Dann hält er den Ball zu lange in der Hand und versucht es mit dem Kopf durch die Wand. In Göttingen traf er nur fünf seiner 15 Wurfversuche.

Auf der Point-Guard-Position fehlt ein weiterer Spieler, der verlässlich trifft. Joe Rahon spielt zwar ordentlich (elf Punkte, drei Assists), aber für das Spiel der Skyliners bräuchte es einen dominaten Aufbauspieler, der das Spiel schnell macht und Verantwortung übernehmen kann. Und wenn dann noch der zuletzt starke Richard Freudenberg keinen seiner sechs Dreierversuche unterbringen kann, Shaquille Hines nur einen Punkt macht, kann es mit dem Gewinnen nicht klappen. Da reichen auch 25 Punkte von Kapitän Quantez Robertson nicht.

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