Spiel gegen Ulm

Mittellos gegen Bryant

  • Jan Szyszka
    vonJan Szyszka
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Die Spieler der Skyliners Frankfurt kriegen den Ulmer Center Bryant nicht in den Griff und verlieren in der Basketball-Bundesliga deutlich.

Irgendwie müssen sie es geahnt haben. Erstmals in dieser Saison hatten Verantwortliche und Spieler der Skyliners Frankfurt vor einem Spiel in der Basketball-Bundesliga deutlichen Respekt vor einem Spieler gezeigt: dem Ulmer John Bryant . Dieser bestätigte am Donnerstagabend, warum: Bei der 82:87 (40:41)-Niederlage der Skyliners in Ulm erzielte der derzeit dominanteste Center der Liga ein Double-Double (22 Punkte, 12 Rebounds).

In der ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert den Ulmer Hünen noch kontrollieren können. Vom dritten Viertel an war es damit vorbei: Der 2,11 Meter große US-Amerikaner spielte sich in den Vordergrund, gemeinsam mit dem Dreipunkteschützen Lee Humphrey (fünf Dreier bei fünf Versuchen), den Herbert als „X-Faktor“ bezeichnete, sorgte Bryant für eine konstante Ulmer Führung.

Auch der nach seiner Verletzungspause stärker aufkommende Roger Powell (18 Punkte) konnte an der zweiten Frankfurter Niederlage in Folge nichts ändern. „Bryant hat seinen Job gemacht“, sagte Kamil Novak. Der Skyliners-Sportdirektor haderte vor allem mit den deutlichen Ulmer Vorteilen bei den Rebounds. Die Frankfurter Marius Nolte und Kimmo Muurinen hatten wiederholt das Nachsehen, ganze drei Abpraller sammelten die nach der Trennung von Center Joe Dabbert verbliebenen Brettspieler. Einzig Powell (vier Rebounds) und der starke Aufbauspieler DaShaun Wood (14 Punkte, 9 Rebounds) hielten dagegen.

Trotz der offensichtlichen Schwäche unter den Brettern wollen die Skyliners bei der Suche nach einem neuen Center nichts überstürzen. Dass zum Rückrundenauftakt am Sonntag (19.30 Uhr, Ballsporthalle) gegen Oldenburg ein neuer Spieler aufläuft, gilt als unwahrscheinlich.

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