+
Brady Heslip verlässt die Frankfurt Skyliners.

Basketball

Missverständnis beendet

  • schließen

Die Frankfurt Skyliners lösen den Vertrag mit Brady Heslip auf, der in die Türkei wechselt.

Die Frankfurt Skyliners und Brady Heslip gehen getrennte Wege. Am Dienstagabend verkündete der Basketball-Bundesligist, was sich bis dahin schon längst rumgesprochen hatte: der 28-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung zu Istanbul Büyüksehir Belediyespor, dem Tabellenletzten der Türkei.

Cheftrainer Gordon Herbert wollte gestern im Gespräch nicht näher auf die Gründe eingehen. „Er ist ein guter Mensch und ich wünsche ihm nur das Beste“, sagte er kurz angebunden. Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter, wurde deutlicher: „Wir bedanken uns bei Brady und seinem Agenten, dass sie unserem Wunsch nachgekommen sind und einen neuen Klub gesucht und gefunden haben.“ Harte und ehrliche Worte.

Heslip passte von Anfang an nicht in das System von Gordon Herbert, der sehr viel Wert auf Verteidigung legt. Doch verteidigen kann Heslip nicht gut, weil der 1-88-Meter-Mann nicht athletisch genug ist und nicht die nötige Einstellung mitbringt. Herbert verbannte ihn mehrfach auf die Bank und führte eindringliche Gespräche mit Heslip.

Warum wurde Heslip überhaupt geholt? 

Bei all seinen vorherigen Stationen, ob in Italien, in der G-League oder in der Türkei wurde von Heslip nicht verlangt, eine besonders aktive Rolle in der Defensive zu spielen, sondern seine Dreier fliegen zu lassen. Herbert kannte seine Spielweise aus der kanadischen Nationalmannschaft und es stellt sich die Frage, warum er ihn überhaupt geholt hat.

 In der Bundesliga kam Heslip nur 12,7 Punkte im Schnitt. „Es wurde eine Business-Entscheidung getroffen“, ließ der Kanadier ausrichten, der zuletzt wegen einer Schulterprellung ausgefallen war. „Wir haben nun die Chance, etwas am Gesicht der Mannschaft zu verändern“, formuliert es Wöbke, der nach einem neuen Aufbauspieler Ausschau hält. Im dritten Zwischenrundenspiel des Eurocups am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) in der Ballsporthalle gegen Lyon wird definitiv kein Neuer auf dem Parkett stehen. Zum einen weil es noch keinen gibt, zum anderen, weil die Skyliners ohnehin keinen mehr hätten nachmelden dürfen.

Es gibt einen engeren Kreis an Spielern, mit deren Agenten und Klubs Wöbke verhandelt. Er ist optimistisch, dass bis zum Pokal-Halbfinalspiel gegen Alba Berlin am Sonntag (15 Uhr) in der Ballsporthalle ein Neuer da ist - vielleicht sogar zwei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion