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Seit Sonntag 34: Quantez Robertson.

Frankfurt Skyliners

Er läuft und läuft

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Quantez Robertson ist mal wieder der überragende Akteur bei den Frankfurt Skyliners.

Richard Freudenberg war noch freundlich. „Happy Birthday zum 24.“ schrieb der Flügelspieler der Frankfurt Skyliners bei Instagram an Quantez Robertson. Garai Zeeb witzelte: „Der Größte aller Zeiten ist 48 geworden.“ Ex-Skyliner Jordan Theodore gratulierte sogar zum 50. Der Beglückwünschte nahm es mit Humor und teilte alle Gratulationen im sozialen Bilder-Netzwerk. 34 ist der Kapitän des hessischen Basketball-Bundesligisten gestern geworden.

Das Alter ist dem Mann aus Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio nicht einmal ansatzweise anzusehen. Beim knappen 95:89-Sieg nach Verlängerung beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels spulte der US-Amerikaner 42:46 Minuten ab. Ohnehin spielt in der Basketball-Bundesliga (BBL) kein Profi mehr, 36:01 Minuten. In Weißenfels sammelte er zwölf Punkte, griff neun Rebounds ab, verteilte sieben Assists und stahl dem Gegner dreimal den Ball. Vor allem aber war er wieder derjenige, der in der Verteidigung den Ton vorgab. In den 2:14 Minuten, die er nicht auf dem Parkett stand, brach das Chaos aus, und Cheftrainer Gordon Herbert wechselte seinen Kapitän sofort wieder ein.

Und in den letzten Minuten der Verlängerung orderte Herbert Jason Clark an, Robertson den Ball in die Hand zu geben, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Clark hatte zwar 29 Punkte erzielt, aber am Ende mit seinen Ballverlusten fast das Spiel verloren. In der regulären Spielzeit verlor er beim Stand von 79:79 das orangene Leder, und die Skyliners hatten Glück, dass der MBC seinen letzten Wurf nicht unterbringen konnte. Glück hatten die Hessen auch, als die Schiedsrichter ein klares Goaltending von Leon Kratzer in der Schlussphase nicht ahndeten und Weißenfels somit zwei Punkte verwehrten. 

Gordon Herbert, der ohne Akeem Vargas (Muskelfaserriss) und Jonas Wohlfarth-Bottermann (Mittelfußbruch) auskommen musste, war nach dem fahrigen Auftritt trotzdem milde gestimmt. „Ich gratuliere meinen Spielern für ihren Einsatz nach diesen harten, vergangenen acht Tagen.“ Drei Partien haben die Skyliners in dieser Zeit absolviert, am Mittwoch (18.30 Uhr) geht es gegen den russischen Klub Kasan zum letzten Gruppenspiel im Eurocup. Eine bedeutungslose Partie, da die Russen als Erster und die Skyliners bereits als Dritter feststehen.

Trotz des vierten Siegs im zehnten BBL-Spiel bleibt es dabei: Die Hessen stagnieren in ihrer Entwicklung. Mehrfach hatten die Hessen mit neun, zehn, elf, zwölf Punkten in Weißenfels geführt, immer wieder ließen sie sich einfangen. Es ist keiner da, der Ordnung und Spielkontrolle reinbringt. Clark ist besser als Shooting Guard, und der junge Trae Bell-Haynes ist nach seiner Vertragsverlängerung in ein Loch gefallen. Die erfahrenen Brady Heslip, Shawn Huff und Erik Murphy sind ebenfalls nicht in der Lage, das Team zusammenhalten.

Bleibt nur Quantez Robertson. Auch wenn das Energiebündel schon viel tut – alles kann er dann doch nicht alleine machen.

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