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Schwer enttäuscht: Quantez Robertson, Mike Morrison und Shavon Shields (v.li.n.r.)
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Schwer enttäuscht: Quantez Robertson, Mike Morrison und Shavon Shields (v.li.n.r.)

Skyliners

Das kleine Nervenflattern

Die Frankfurt Skyliners verlieren das Fiba-Champions-Cup-Finale gegen Guaros de Lara mit 69:74 .

Von Timur Tinç

Gut eine Stunde nach der Schlusssirene flog noch einmal Konfetti durch die Ballsporthalle. Die Journalisten aus Venezuela hatten sich zu einem Gruppenbild vor das große Pappschild: Fiba Champions gestellt und freuten sich, dass sich der Ausflug nach Deutschland gelohnt hat. Schließlich hatte der Südamerika-Meister Guaros de Lara gerade den Fiba International Cup mit 74:69 (32:39) bei den Frankfurt Skyliners gewonnen. „Wir hätten das Spiel gewinnen können, müssen“, ärgerte sich Interims-Cheftrainer Klaus Perwas.

Die junge und neu zusammengestellte Frankfurter Mannschaft hatte über weite Strecken eine ordentliche Vorstellung geboten, scheiterte jedoch am Ende an den eigenen Nerven und der fehlenden Erfahrung. Beim Stand von 69:72 etwa vertändelte der starke Shavon Shields – 16 Punkte und sieben Rebounds – 25 Sekunden vor Schluss den Ball an der Mittellinie. „Das ist Basketball, es passiert“, sagte der 22-Jährige.

Die ganz große Trauer war bei den Frankfurter Korbjäger ohnehin nicht zu spüren. „Klar tut das weh, es ist aber wichtig, dass wir gut in die Saison starten“, sagte Mahir Agva im Hinblick auf die Saisoneröffnungspartie in der Bundesliga am Freitag bei Meister Bamberg.

Es war eine einmalige Chance, die sich dem hessischen Basketball-Bundesligisten am Sonntagnachmittag geboten hatte. Als erster deutscher Klub standen die Skyliners im Weltpokal-Finale, das normalerweise der Südamerika-Meister gegen das beste europäische Team ausspielt. Da sich die Fiba jedoch mit der Euroleague seit einem Jahr um die Vorherrschaft über die internationalen Wettbewerbe streitet, bestimmte die Europaabteilung des Weltverbands die Skyliners als Finalteilnehmer und nicht den eigentlich berechtigten Euroleague-Champion ZSKA Moskau. Die Skyliners, als amtierender Fiba Europe-Cup-Gewinner hatten eigentlich nur den dritthöchsten europäischen Wettbewerb gewonnen und nahmen das Angebot, das Finale spielen zu dürfen, gerne an.

Freiwürfe entscheidend

Aus Sicherheitsgründen und wegen der politischen Situation in Venezuela, so die Fiba, habe man sich entschieden, dass Spiel in Frankfurt auszutragen. Die Ballsporthalle war nach offiziellen Angaben ausverkauft und auch fast voll. Auch Cheftrainer Gordon Herbert kam Mitte des zweiten Viertels zum Zuschauen. Der Kanadier kann immer noch keine Reha machen, weil seine Wunde nach der Rückenoperation nicht verheilt ist.

Er sah eine Skyliners-Mannschaft, die mit sehr viel Intensität spielte, die Fehler der Gäste eiskalt ausnutzte und zur Halbzeit mit 39:32 führte. In der zweiten Halbzeit „sind wir jedoch nicht ins Laufen gekommen und dann wird es für uns schwierig“, analysierte Perwas. Besonders bitter für die Hessen waren die unnötigen Ballverluste am Ende und die vielen Freiwürfe für die Gäste. 23 an der Zahl von denen sie 20 verwandelten. Die Skyliners trafen nur sechs ihrer neun Freiwürfe. „Das Spiel ist an der Freiwurflinie entschieden worden“, befand Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter. Sicher werde auf internationalem Niveau die Mannschaft, die aggressiv zum Korb geht bevorteilt, sagte Perwas, „aber da müssen wir uns auch an die eigene Nase packen.“

Der Interims-Cheftrainer hat jetzt noch fünf Tage Zeit die Mannschaft zu formen. Bis Point-Guard Markel Stark, der nur vier seiner 15 Würfe traf (11 Punkte) eine richtige Bindung zum Team findet, werden noch einige Wochen vergehen. Schneller ging das beim Konfetti: Das war keine Stunde nach dem Gruppenfoto aufgesaugt.

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