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Tra Holder von Frankfurt Skyliners am Ball und in Aktion.

Frankfurt Skyliners

Holder dreht im Krimi auf

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Der Spielmacher führt die Frankfurt Skyliners in Bayreuth zum 76:72.

Als der letzte Bayreuther Wurf daneben gegangen war und kurz darauf die Schlusssirene ertönte, da ballten die Spieler der Frankfurt Skyliners erleichtert die Fäuste. In einem wahren Basketballkrimi am Mittwochabend haben die Hessen mit dem 76:72 (30:38)-Erfolg ihre Chancen auf das Erreichen der Playoffs gewahrt und verkürzten den Rückstand auf den Tabellenneunten aus Bayreuth auf vier Zähler. Genauso viele sind es auf Rang acht, der zu den Playoffs berechtigt.

Etwas verhaltender, aber nicht minder glücklich, freute sich Tra Holder über den zehnten Saisonsieg. In seinem neunten Spiel für die Skyliners legte der 23-Jährige seinen mit Abstand besten Auftritt hin. Genau zur richtigen Zeit. Der US-Amerikaner erzielte in nur 19 Minuten Einsatzzeit 22 Punkte und übernahm in der Schlussphase die Verantwortung in der Offensive. Zunächst verwandelte er einen Dreier zum 70:68, kurz darauf war er mit einem Korbleger zum 72:70 erfolgreich. „Ich habe so ein Spiel gebraucht“, sagte Holder anschließend im Interview bei Magentasport.

Der junge Mann aus Los Angeles war erst Ende Januar aus Turin nach Frankfurt gewechselt. In Italien hatte der 1,85-Meter-Mann aufgrund einer Schulterverletzung und der anschließenden Operation kein einziges Profispiel nach einer beachtlichen Karriere am College machen können. Bei den Skyliners wurde er gleich ins kalte Wasser geworfen, sollte Scorer sein, als Shooting Guard agieren. Dabei spielte Holder Zeit seines Lebens als Spielmacher. Nicht verwunderlich, dass sich Licht und Schatten in seinen Auftritten abwechselten. Natürlich auch, weil ihm die Spielpraxis fehlte. „Es war die härteste Umstellung meiner Karriere“, beschrieb er den Prozess gestern. Das Vertrauen in den Körper war noch nicht so da, aber auch vom Kopf her, sei es ihm schwierig gefallen.

In Bayreuth zeigte Holder als Point Guard nun seine Stärken, die ihn am College ausgezeichnet haben. Er zog vermehrt und ohne Angst zum Korb, traf oder bekam die Fouls gepfiffen. Mit jeder Minute stieg sein Selbstvertrauen und damit auch das Vertrauen in den eigenen Wurf. Drei von vier Dreiern rundeten den starken Auftritt ab.

Es war übrigens das erste Mal in dieser Saison, dass die Skyliners einen Halbzeitrückstand in einen Sieg umwandeln konnten. Nach starkem Beginn hatten die Hessen im zweiten Viertel den Fokus verloren, lagen zeitweise 28:38 zurück. Nach der Pause kamen die Hessen angeführt von Holder und starker Reboundarbeit - am Ende standen 16 Offensivrebounds auf dem Statistikzettel - wieder in die Partie.

In der hektischen Schlussphase mit einigen Offensivfouls hatten die Skyliners das nötige Quentchen Glück - und einen starken Tra Holder.

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