Der Heimvorteil soll den Ausschlag geben

  • schließen

Der Frankfurter Basketball-Bundesligist Skyliners macht sich nach der klaren Niederlage in Bonn selbst Mut

Ilian Evtimov hatte genug. Frustriert schlurfte der Flügelspieler der Skyliners in der Hardtberghalle Richtung Umkleidekabine. Der Anblick des Bulgaren im Trikot des Frankfurter Basketball-Bundesligisten war symbolisch für dessen Auftreten im zweiten Halbfinale der Best-of-Five-Serie bei den Bonn Baskets. Phasenweise wirkte die Mannschaft von Trainer Murat Didin bei der 57:73-Niederlage ohne Willen, Einsatz und Konzept. Mit der aggressiven Bonner Verteidigung, die ligaweit als härteste gilt, kam sie nicht zurecht.

Das im ersten Spiel so erfolgreich praktizierte schnelle Passspiel in und durch die Zone misslang genauso wie die Versuche, von außen zu treffen. Selbst wenn ein Ball mal in Brettnähe zu Derrick Allen durchgesteckt wurde, stand der gegen John Bowler auf verlorenem Posten: Der Bonner Center setzte geschickt seine 115 Kilo Körpermasse ein. Den Tiefpunkt erreichten die Skyliners zwischen der 19. und 30. Minute, als ihnen kein Korb aus dem Feld gelang. Per 15:1-Lauf zogen die Bonner auf 37:58 davon.

"Es lief einfach alles gegen uns", sagt Skyliners-Sportdirektor Kamil Novak und empfiehlt, die Niederlage "schnellstens zu vergessen". Teamkapitän Pascal Roller gibt die Art und Weise der Pleite sogar Hoffnung. "Wir haben viele Fehler gemacht und viel zu statisch gespielt. Aber das sind alles Faktoren, die wir selbst beheben können." Ob dazu auch die Kondition zählt? Einigen Skyliners war die Belastung aus sieben Spielen in 14 Tagen anzumerken. Speziell Evtimov schleppte sich müde übers Parkett, zudem fabrizierte der 25-Jährige eine Dreierquote von 1/9. Roller: "Ich fühle mich topfit und der Rest der Mannschaft ist auch in guter Kondition." Die werden die Skyliners auch brauchen, wenn sie ins Finale wollen. Didin setzt dabei auf den Heimvorteil in der nun ausgeglichenen Serie. Im dritten Spiel (Ballsporthalle, Sonntag, 15 Uhr) zählt für ihn nur ein Sieg. Helfen könnte dabei Ken Johnson, der nach seiner Mandelentzündung seit gestern wieder mittrainiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion