Die Giganten sollen sich wie Zwerge fühlen

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Im Playoff-Viertelfinale gegen Leverkusen setzt Skyliners-Trainer Murat Didin auf den Größenvorteil des Frankfurter Basketball-Bundesligisten

Vor. Zurück. Zeitlupe. Und wieder auf Anfang. Die DVD- und Videorekorder laufen bei den Frankfurt Skyliners auf Hochtouren. In der Vorbereitung auf die erste Playoff-Teilnahme nach zwei mageren Spielzeiten wollen die Verantwortlichen des Basketball-Bundesligisten nichts dem Zufall überlassen. Obwohl Viertelfinalgegner Leverkusen erst seit Samstagabend feststeht, haben Sportdirektor Kamil Novak und Trainer Murat Didin bereits "so gut wie jedes" Saisonspiel der Rheinländer gesichtet. Dementsprechend herrschte gestern Hochbetrieb: Während die Spieler sich mitsamt Dauerrekonvaleszent Nino Garris, der erstmals seit Monaten wieder am Teamtraining teilnahm, aufwärmten, analysierte Didin die Stärken und Schwächen der Leverkusener vor der Presse.

"Sie spielen Hochgeschwindigkeits-Basketball. Es wird sehr auf unsere Verteidigung ankommen", sagt Murat Didin vor dem Auftakt der Best-of-Five-Serie am Donnerstag (18.30 Uhr) in der Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle. In dem Duell zwischen bester Offensive (Giants) und drittbester Verteidigung (Skyliners) erwartet er ein für die Zuschauer ansprechendes Spiel, in dem der "körperliche Einsatz" den Ausschlag geben könnte.

Vorteile dürften die Skyliners gegen ihren Wunschgegner unter den Körben haben: Die Giants müssen auf ihren wegen Dopings gesperrten Center Nate Fox verzichten. Zudem gilt der Einsatz von Power Forward Eric Taylor, der wegen angeblichen Marihuana-Konsums vom Training freigestellt ist, als unwahrscheinlich. "Sollte Taylor fehlen, sind sie sehr klein unter den Körben. Das wäre ein Vorteil für uns", sagt Didin. Obgleich er weiß, dass die Tempo-Basketball-Philosophie von Giants-Trainer Achim Kuczmann auf keinen echten Center angewiesen ist, setzt Didin auf seine lange Garde. Gerade der oft kritisierte Ken Johnson könnte dabei eine Schlüsselrolle in der Offensive einnehmen. Didin spricht von einem "guten Match-up" für den immer besser in Form kommenden US-Amerikaner. Bezogen auf die körperlichen Verhältnisse klingt das untertrieben: Mit seinen 2,10 Meter dürfte Johnson die fast zehn Zentimeter kleineren Leverkusener wie Zwerge aussehen lassen.

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