Gefälliger Sieg

  • schließen

Basketball-Erstligist Skyliners überzeugt in Ulm als Team

Zufrieden lehnte sich Murat Didin zurück. "So muss Basketball aussehen", sagte der Trainer der Frankfurt Skyliners nach dem verdienten 87:83 (39:42)-Sieg des Bundesligisten beim Playoff-Mitkonkurrenten Ulm. Vor allem über die Art, wie die Skyliners den Sieg sichergestellt hatten, freute sich Didin. Anders als im bisherigen Saisonverlauf, in dem die Offensive fast nur von BBL-Topscorer Derrick Allen abhängig war, überzeugten die Skyliners diesmal als Team: Sechs Spieler punkteten zweistellig - allen voran Pascal Roller. 18 Punkte und fünf Assists verbuchte der Aufbauspieler. Und das, obwohl Didin ihn erst kurz vor Ende des ersten Viertels beim Stand von 11:18 (8. Minute) eingewechselt hatte - nach den beiden US-Amerikanern Ayinde Ubaka und Jimmie Hunt.

Für Verstimmungen sorgte das nicht. "Wir hatten das so abgesprochen und wollten damit den Druck auf den Ulmer Aufbau erhöhen", sagte Roller. Eigentlich sollte der 31-Jährige sogar erst im zweiten Viertel auflaufen, doch die erneut schwache Leistung von Hunt zwang Didin zum Umdenken. Hunt durfte nach einem leichten Ballverlust knapp eine Minute nach seiner Einwechslung wieder auf der Bank Platz nehmen, wo er bis zur Schlusssirene mit enttäuschter Miene sitzen blieb.

Dank Rollers umsichtiger Spielgestaltung und hoher Trefferquote des gesamten Teams (mehr als 50 Prozent) kämpften sich die Skyliners heran - obwohl sie bei den Rebounds erneut deutlich unterlegen waren. Zur Halbzeit hatte Ulm mit 25 Rebounds mehr als doppelt so viel Abpraller geholt. "Das war einfach schrecklich, wie wir uns da unter den Körben verhalten haben", so Didin, der das auch in der Halbzeitpause seinen Spielern sagte. Mit Erfolg: Vor allem der neu verpflichtete Center Ken Johnson stellte sich stärker in den Dienst der Mannschaft. Der eigentlich als Defensivspezialist verpflichtete US-Amerikaner war mit neun Punkten Topscorer, ehe er sich im dritte Viertel auf die Reboundarbeit konzentrierte. Für Teamkapitän Roller war das ein Extralob wert. Durch den Center hätten die Skyliners "das nötige Gleichgewicht im Kader, um auch solche engen Spiele zu gewinnen".

Die Entscheidung fiel im letzten Viertel, als die Skyliners von 67:68 (31.) auf 77:70 (35.) davonzogen. Die Hessen profitierten dabei von konditionellen Vorteilen dank der Tiefe ihres Kaders. Erstmals in der Saison musste Didin auf keinen Spieler verletzungsbedingt verzichten.

Die Statistik: Beste Werfer: Ulm: Joyce 20, Gallup 16, Wysocki 13, Lucas 11, Gibbs 10 - Frankfurt: Roller 18, McKinney 16, Allen 15, Archibong 11, Johnson 11, Evtimov 10. - Zuschauer: 3000.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion