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Gebührender Abschied für Roller

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Eine Skyliners-Legende: Pascal Roller.
Eine Skyliners-Legende: Pascal Roller. © Storch

Pascal Roller greift noch mal zum Ball. Bei seinem Abschiedsspiel begeistert der ehemalige Aufbauspieler der Skyliners Frankfurt seine Fans - und schwelgt mit seinen ehemaligen Kollegen in Erinnerungen

Von Timur Tinç

Pascal Roller greift noch mal zum Ball. Bei seinem Abschiedsspiel begeistert der ehemalige Aufbauspieler der Skyliners Frankfurt seine Fans - und schwelgt mit seinen ehemaligen Kollegen in Erinnerungen

Noch 45 Minuten nach dem Spiel stand Pascal Roller auf dem Parkett des Trainingszentrums der Frankfurt Skyliners. Die Fans und ehemaligen Wegbegleiter wollten den ehemaligen Kapitän nicht gehenlassen. Fotos, Autogramme oder nur ein Händedruck, alle wollten am Samstagabend etwas von jenem Mann, der zwischen 1999 und 2011 fast ununterbrochen das Trikot mit der Nummer elf trug.

„Es hat unglaublich viel Spaß gemacht wieder mit den vielen Bekannten und Freunden zu spielen“, sagte Roller, der die Skyliners 2004 zur deutschen Meisterschaft geführt hatte.

Fithalten beim TV Langen?

Mehr als 1000 Zuschauer, waren in das Trainingszentrum des Klubs in der Frankfurter Nordweststadt gekommen, um das Abschiedsspiel der Roller-Allstars gegen die aktuelle Bundesligamannschaft der Skyliners zu sehen. In dreimal elf Minuten kam Roller dabei ganz schön ins Schwitzen. „Ich bin erst vor drei Wochen wieder ins Training eingestiegen“, verriet der 1,80 Meter große Aufbauspieler. Seit seinem Abtritt am 2. Juni ? im Halbfinale gegen Berlin ? hatte der 35-Jährige keinen Sport mehr getrieben. Nun überlegt er, ob er sich künftig beim TV Langen fithalten wird.

Wie schnell der gebürtige Heidelberger noch auf den Beinen ist, konnte er am Samstag trotzdem noch einmal unter Beweis stellen. „Pascal für Drei“, rief der Hallensprecher nach genau 1:27 Minuten im zweiten Drittel lauthals. Die aktuelle Mannschaft der Skyliners konnte trotz Rollers elf Punkte gegen dessen Allstars 85:80 gewinnen.

Das Ergebnis war aber nebensächlich. „Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr Quatsch gemacht“, sagte Marius Nolte grinsend. Der Kapitän war es, der seinen Amtsvorgänger wenige Sekunden vor Schluss hochhob, um ihm zum krönenden Abschluss dunken zu lassen. Im zweiten Anlauf klappte es dann auch. „Es war aber nicht mein erster Dunk“, wollte Roller klargestellt wissen. „Ich habe mal zwei Dunks in einem Spiel gemacht“, tönte Roller. Das war noch im Dress des USC Freiburg, mit dem er 1998 in die Bundesliga aufgestiegen war.

Mit im Team war schon damals Robert Maras. Für den 2,15-Meter-Riesen war Rollers größter Moment, als er im Viertelfinale der EM 2005 gegen Slowenien 15 Punkte machte und die Nationalmannschaft im Alleingang ins Halbfinale warf. „Und beim Aufstieg mit Freiburg hat Pascal einen Stiefel auf ex geleert. Das hätte ich ihm nicht zugetraut“, sagte Maras lachend. Ex-Skyliner Nino Garris erinnerte sich besonders gerne an den gemeinsamen Gewinn der Bronzemedaille bei der WM 2002.

BBL vergibt Pascal-Roller-Award

Quantez Robertson unterstrich noch mal die Wichtigkeit von Roller für das Team. „In den entscheidenden Momenten war er immer da. Wenn es eng wurde haben wir ihm den Ball gegeben“, erinnerte sich Robertson, der zwei Saisons mit Roller gemeinsam spielte.

Unter den Zuschauern waren auch der Präsident des Deutschen Basketball-Bundes, Ingo Weiss, und der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL). Jan Pommer. „Pascal Roller ist eine prägende Gestalt des deutschen Basketballs“, sagte Pommer. Deshalb habe die BBL den Preis für den beliebtesten Spieler in Pascal-Roller-Award umbenannt.

Die Einnahmen des Abschiedsspiels kommen der Stiftung „Basketball macht Schule“ zugute. Das letzte Roller-Trikot wird aber nicht versteigert ? Roller: „Das bekommen meine Eltern“.

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