Garris verlässt Skyliners

  • Jan Szyszka
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Das Wechselkarussell rotiert beim Basketball-Bundesligisten

Knapp zwei Wochen nach dem Aus im Halbfinale der Basketball-Bundesliga treiben die Frankfurt Skyliners ihre Saisonplanungen voran. An erster Stelle steht die Suche nach einem Center und Nachfolger für Ken Johnson, der die Skyliners verlassen wird. Anders als in der vergangenen Saison will Trainer Murat Didin diesmal frühzeitig einen Riesen unter Vertrag nehmen. Mit drei Kandidaten haben die Skyliners bereits gesprochen; von einer Unterschrift sei man aber noch entfernt.

Konkret verhandelt wird auch mit Konrad Wysocki. Ob der Ulmer Reboundexperte und angehende Nationalspieler nach Frankfurt wechselt, gilt aber als unsicher: Neben den Skyliners und mehreren Bundesligisten hat der 26 Jahre alte Flügelspieler Angebote aus der italienischen, spanischen, griechischen und türkischen Liga vorliegen. "Ich plane, spätestens Ende Juni eine Entscheidung zu treffen", so Wysocki.

Bereits für diese Woche haben die Skyliners erste Gespräche mit Jimmie Hunt, Maksym Shtein und Kirsten Zöllner angesetzt. Alle drei gelten als Wackelkandidaten. Die geringsten Chancen auf einen Verbleib hat trotz eines noch bis 2010 gültigen Vertrages Hunt. Didin geht mit dem US-Amerikaner hart ins Gericht: Er habe seine Einsatzchancen nicht genutzt, charakterliche Schwächen offenbart und sei nicht glücklich mit seiner Reservistenrolle in Frankfurt. Im Gespräch mit der FR stellt Hunt sich anders dar: Einerseits sei er mit seiner Position im Schatten von Pascal Roller zwar unzufrieden, andererseits könne er sich aber vorstellen, auch in der nächsten Saison weniger als fünf Minuten im Schnitt zu spielen. "Ich habe noch einen Vertrag", betont Hunt.

Im Fall von Nino Garris sieht das anders aus: Der 29-Jährige, der 2005 zu den Skyliners kam, wird heute ein Abschlussgespräch mit den Verantwortlichen führen. Das Ergebnis steht für beide Seiten fest: "Nino hat Potenzial - aber er hat das in den vergangenen drei Jahren nicht abrufen können. Ein Neuanfang bei einem anderen Verein wird ihm helfen", sagt Didin. Auch Garris sieht seine Zukunft nicht mehr in Frankfurt. Wohin er wechselt, ist offen: Zu möglichen Angeboten aus Köln, Braunschweig und seiner Heimatstadt Paderborn äußert er sich nicht.

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