Neuzugang Polas Bartolo zeigt seinen Zug zum Korb.  
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Neuzugang Polas Bartolo zeigt seinen Zug zum Korb.

Basketball

Frischer Wind

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurt Skyliners-Neuzugänge Gytis Masiulis undYorman Polas Bartolo fügen sich beim Finalturnier in München gut ein.

Yorman Polas Bartolo blieb einige Sekunden mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Gerade war der 34-jährige Neuzugang der Frankfurt Skyliners auf seinen Berliner Gegenspieler aufgelaufen, hatte dabei einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und bekam auch noch ein Offensivfoul angehängt. Doppelt bitter. Das 1,91 Meter große Kraftpaket musste zur Bank humpeln, konnte aber nach ein paar Minuten wieder zurück aufs Parkett. „Er ist dann aber schon ein bisschen unrund gelaufen“, fand Cheftrainer Sebastian Gleim. Gerade in der Endphase der intensiven Partie zum Auftakt des Finalturniers der Basketball-Bundesliga hätte er den Deutsch-Kubaner in fitterem Zustand gebrauchen können.

Bei der 72:81-Niederlage gegen Alba Berlin zeigte Polas Bartolo aber genau jene Qualitäten, die ihn zwei Mal den Titel als bester Defensivspieler der Liga einbrachten. Der kleine Flügelspieler verteidigt mit einer unglaublichen Wucht und Leidenschaft, zusammen mit Quantez Robertson und Akeem Vargas bildet er ein neues Defensivbollwerk, das auch die Riesen Ludwigsburg am heutigen Dienstag (16.30 Uhr) vor Probleme stellen soll. „Es gab so zwei, drei Situationen, wo er ein bisschen verloren war“, sagte Gleim über die Integration von Polas Bartolo, der erst vor wenigen Wochen aus Bonn nach Frankfurt gewechselt ist, um den Hessen im Finalturnier zu helfen.

Seine erste Bilanz liest sich beachtlich: In 19 Minuten kam er auf zwölf Punkte, fünf Rebounds, zwei Assists und zwei Steals. Den Montag sollte Polas Bartolo vor allem nutzen, um seinen Pferdekuss auszukurieren, um wieder mit voller Kraft zu agieren.

Auch der zweite Neuzugang, Gytis Masiulis, hat sich gut eingefügt und frischen Wind ins Team gebracht. Der 2,07-Meter-Mann hat sich fast nahtlos ins Team eingefügt. „Er ist ein toller Basketballer und nimmt alles sofort schnell auf“, schwärmt Gleim über den 22-jährigen Litauer, der aus dem Programm von Euroleague-Klub Zalgiris Kaunas nach Frankfurt gewechselt ist. Obwohl er eigentlich auf der Position des großen Flügelspielers zu Hause ist, spielte er in Abwesenheit von Stammkraft Leon Kratzer als Center und machte seine Sache sehr ordentlich. In 19 Minuten war er mit 14 Punkten Frankfurts Topscorer. Von fünf Dreierversuchen landete aber nur einer im Ziel.

Dennoch könnte er als werfender Fünfer im Pendant zum Korbspieler Kratzer auch für die kommende Saison ein Thema für die Skyliners sein. „Es hängt aber davon ab, was sein Klub mit ihm vorhat“, sagt Gleim. Auch Polas Bartolo könne er sich für die neue Saison sehr gut vorstellen. Allerdings hängen beide Personalien vom noch unklaren Etat ab und was die Spieler fordern.

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