Basketball-Bundesliga (BBL)

Frankfurt Skyliners brechen zusammen

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Die Frankfurter Basketballer Skyliners verpassen die Playoffs nach der Pleite in Braunschweig.

Die Playoff-Träume der Frankfurt Skyliners haben am Freitagabend ein jähes Ende gefunden. Die Hessen verloren bei den Löwen Braunschweig nach einem Totaleinbruch in der zweiten Hälfte mit 77:95 (47:47) und werden es damit nicht mehr unter die Top acht der Basketball-Bundesliga (BBL) schaffen. 

Damit geht es am Sonntag (18 Uhr) in der Ballsporthalle am letzten Spieltag gegen Gießen um nichts mehr. Die Skyliners hätten eine Playoff-Teilnahme auch nicht verdient gehabt. Dabei hatte sich der Klub in seiner 20. Saison in der BBL hohe Ziele gesteckt, Platz vier sollte es nach der Hauptrunde sein. Der Kader war so früh wie noch nie zusammengestellt worden, aber funktioniert hat diese Mannschaft zu keinem Zeitpunkt. Sie war unkonstant und hatte zudem Verletzungspech. 

Die sportlich Verantwortlichen, der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke und Cheftrainer Gordon Herbert, haben zu viele Fehlentscheidungen getroffen und zu spät auf diese reagiert beziehungsweise weitere Fehler gemacht. Zunächst wurde Jason Clark als Point Guard verpflichtet. Schon nach den ersten Partien war zu sehen, dass er damit überfordert ist. Es dauerte jedoch bis Mitte Januar, ehe die Skyliners Tyler Larson vom russischen Klub Perm holten und Clark als Shooting Guard aufboten. Auch Herberts andere Wunschspieler, Shooting Guard Brady Heslip und Flügelspieler Erik Murphy, entpuppten sich als Fehlgriffe, weil beide nicht gut genug in der Defensive waren. 

Die Verträge wurden im Januar aufgelöst. Genauso wie der von Spielmacher Trae Bell-Haynes, für den Tra Holder aus Turin geholt wurde. Ebenfalls ein Fehler. Holder, der wegen einer Schulterverletzung mit der Empfehlung von null Profispielen an den Main kam, machte exakt ein gutes Spiel für die Hessen. 

In Braunschweig wurde er erstmals in der 29. Minute eingewechselt. Kein Zeichen von Vertrauen. Gar nicht erst zum Einsatz kam gestern Andrej Mangold, der mit großem Tamtam Mitte April vorgestellt wurde und seitdem ein Mal 77 Sekunden in Bonn auf dem Parkett stand. 

Statt einen weiteren Qualitätsspieler zu holen, entschied sich der Klub lieber für den Marketinggag. Das ging genauso in die Hose, wie die gesamte Saison.

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