Soll in Zukunft die Frankfurt Skyliners nach vorne treiben: Jon Axel Gudmundsson.
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Soll in Zukunft die Frankfurt Skyliners nach vorne treiben: Jon Axel Gudmundsson.

Personalplanung

Frankfurt Skyliners schlagen erste Pflöcke ein

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Basketball-Bundesligist vom Main holt nach Guard Jon Axel Gudmundsson nun auch Flügelspieler Rasheed Moore. Ob Center Leon Kratzer bleibt, ist hingegen nach wie vor offen.

Die ersten echten Neuverpflichtungen kamen dann doch etwas früher als gedacht. Zunächst vermeldeten die Frankfurt Skyliners am Mittwoch den Transfer vom Isländer Jon Axel Gudmundsson vom Davidson College im US-Bundesstaat North Carolina. Am Freitag folgte nun der Vollzug von Rasheed Moore, von Zweitligist Schwenningen.

Dabei hatte der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke noch angekündigt, sehr vorsichtig auf dem Markt agieren zu wollen in der unsicheren wirtschaftlichen Lage. „Wir verpflichten nur Spieler zu finanziellen Konditionen, die wir erfüllen können“, sagt Wöbke. Gudmundsson (23), der in sein erstes Profijahr geht wird genauso wie Moore (25), erstmals in der Bundesliga, den wirtschaftlichen Rahmen nicht sprengen.

In beiden Neuzugängen sieht Cheftrainer Sebastian Gleim ein großes Potenzial, und um beide Spieler hatte er sich in den vergangenen Wochen intensiv bemüht. „Jon habe ich per Videoschalte mit Clips gezeigt, was wir uns erarbeiten wollen“, berichtet der 36-Jährige. Er habe früh unterschiedliche Nationalitäten im Kader haben wollen und der Isländer sei zudem kein typischer Rookie, weil er schon für seine Nationalmannschaft aufläuft.

Warten auf Leon Kratzer

14.5 Punkte, 7.1 Rebounds, 4.3 Assists und 1.2 Steals konnte der 23-Jährige vergangene Saison verbuchen und soll auf den beiden Guard-Positionen sowie der kleinen Flügelposition zum Einsatz kommen. Mit 1,95 Meter bringt er zudem eine gute Größe mit. „Er kann mit seiner Physis auf mehreren Positionen verteidigen“, hebt Gleim hervor.

Das soll auch Rasheed Moore (1,98 Meter groß) tun, der auf beiden Flügelpositionen zum Einsatz kommen soll. Damit ist auch klar, dass Shaquille Hines, bei dem es eine Option gab, nicht nach Frankfurt zurückkehren wird. Moore bringe eine enorme Physis mit, und Gleim sieht eine große Chance darin, dass der 25-jährige US-Amerikaner in der Bundesliga an seine Leistungen aus der zweiten Liga Pro A, wo er 15,6 Punkte im Schnitt beisteuerte, anknüpfen kann. Positive Beispiele von Spielern, denen das in der Vergangenheit gelungen sind, gibt es zur Genüge: Marcos Knight, Jaleen Smith (beide Ludwigsburg), Ishmail Wainright (Vechta) oder Kameron Taylor (Bamberg) waren in der vergangenen Spielzeit allesamt Leistungsträger in ihren Klubs.

Warten müssen die Skyliners hingegen weiter auf eine Entscheidung von Center Leon Kratzer. „Wir haben ihm ein sehr gutes Angebot gemacht“, betont Wöbke. Jetzt liegt es am 23-jährigen, ob er es annimmt oder sich doch für einen Standort entscheidet, wo er zwar mehr verdienen kann, aber sicher nicht die gleiche Spielzeit und Entwicklungsmöglichkeit wie in Frankfurt bekommt. „Leon ist ein wichtiger Eckpfeiler für unsere Mannschaft. Mit ihm laufen die Gespräche auf Hochtouren“, erklärt Gleim dazu.

Erst wenn klar ist, wie sich der 2,11-Meter-Mann entscheidet, wird die Planung für die großen Positionen weitergehen. Durch die Verpflichtungen von Gudmundsson und Moore haben die Skyliners zumindest schon mal ein paar wichtige Pflöcke eingeschlagen. Einen gültigen Vertrag in Frankfurt besitzen außerdem Quantez Robertson, Richard Freudenberg, Len Schoormann, Bruno Vrcic und Maximilian Begue.

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