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Quantez Robertson (links) führt die Skyliners zum Sieg.

Basketball-Bundesliga

Quantez Robertson sei Dank

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Die Frankfurt Skyliners wahren mit einem 93:88 gegen den Mitteldeutschen BC aus Weißenfels ihre Playoff-Chancen.

Was wären die Frankfurt Skyliners nur ohne Quantez Robertson? Auf diese Frage wusste selbst Cheftrainer Gordon Herbert keine Antwort. Oder er behielt sie für sich. Denn die ehrliche Antworte wäre, dass der hessische Basketball-Bundesligist ohne seinen Kapitän vermutlich ein Abstiegskandidat wäre. Gegen den Mitteldeutschen BC aus Weißenfels war es dem 34-Jährigen am Mittwoch vor 2900 Zuschauern in der Ballsporthalle vorbehalten, eine enge Partie zugunsten der Skyliners zu entscheiden.

Mal wieder. Bereits gegen Oldenburg traf er mit der Schlusssirene zum Sieg. In Jena den vorentscheidenden Dreier zwölf Sekunden vor Ultimo. Und gestern schnappte sich Robertson 19 Sekunden vor Schluss einen Offensivrebound nach vergebenem Freiwurf von Niklas Kiel und legte den Ball zum 91:88 in den Korb. „Ich wollte beim Rebound aggressiv sein und bin dankbar, dass der Tip-in reingegangen ist“, sagte das Frankfurter Urgestein.

Knapp zwei Minuten zuvor hatte er schon mit einem Wahnsinnsblock gegen Tremmell Darden den knappen Vorsprung beim 85:82 bewahrt. Die letzten zwei Punkte der Partie waren natürlich auch Robertson vorbehalten, der seine zwei Freiwürfe zum 93:86 (45:40)-Endstand traf. „Er ist zwar Amerikaner, aber er hat das Herz eines Kanadiers“, lobte Herbert, selbst Kanadier, seinen Führungsspieler augenzwinkernd. Robertson mache den Unterschied aus, auch wenn er nicht immer punktet. Zudem spielt er seit fast zwei Wochen mit gebrochenem Finger an der linken Wurfhand.

Die meisten Zähler gelangen am gestrigen Nachmittag Tyler Larson, der auf 29 Punkte kam. Dank des Sieges gegen den Tabellen-15. wahren die Skyliners ihre mathematischen Chancen auf die Playoffs, auch wenn sie als Tabellen-12. weiter auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen sind und ihre verbliebenen drei Partien gewinnen müssen. Gegen den MBC brachten sich die Skyliners durch zu viele Ballverluste (17) und einfache Fehler in der Defensive selbst in die Bredouille, gewannen die Partie aber am Ende dennoch – Quantz Robertson sei Dank.

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